Die neue Getsafe Plattform Carl soll so leistungsfähig werden wie die Alte Brücke in Heidelberg schön
Die neue Getsafe Plattform Carl soll so leistungsfähig werden wie die Alte Brücke in Heidelberg schönQuelle: www.clearlens-images.de / www.pixelio.de / PIXELIO
Unternehmen & Management

Getsafe will menschliche Entscheidungen mit "intelligenten Algorithmen" ablösen und perfekten digitalen Assistenten schaffen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Heidelberger sind stolz auf die Verwendung selbstlernender Algorithmen und platzen aktuell vor Selbstbewusstsein. Die neue Versicherungsplattform CARL soll "sämtliche Prozesse und Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette bündeln" und (fast) alle Wünsche von Produktgeber und Kunde erfüllen. Große Worte, doch Getsafe glaubt an den Erfolg.

Traditionelle Versicherer hätten oft einen "schwerfälligen Verwaltungsapparat und veraltete IT-Systeme". Getsafe setzt inkompatiblen IT-Strukturen mit vielen Schnittstellen zu Drittanbietern nun CARL entgegen - eine Versicherungsplattform, die alle Daten vom Marketing bis zur Schadenbearbeitung "strukturiert erfasst und integriert". Damit hebt Getsafe den Einsatz von Artificial Intelligence auf "eine neue Stufe". Neben regelbasierten kommen auch selbstlernende Algorithmen zum Einsatz, "die Versicherungsbetrug frühzeitig erkennen, Risiken besser bewerten und Versicherungsprodukte fairer für das Kollektiv machen". Gleich drei Wünsche auf einmal soll die IT-Dreiheit also erfüllen.

 

Marius Blaesing, Gründer und CTO von Getsafe; "Mit CARL können wir unsere Kunden vom Erstkontakt bis zur Kündigung begleiten. Damit werden nicht nur der Vertragsabschluss oder die Schadensmeldung, sondern auch alle anderen Prozesse schneller und kosteneffizienter."

 

Das weitaus größere Potenzial von CARL liege jedoch im Datenmanagement: So greift die Plattform über eine App auf bis zu einhundert Dateneingaben zurück, die wiederum mit vertragsbezogenen Daten und Datenquellen von Drittanbietern angereichert werden. Mit diesem Datenschatz kann Getsafe schon "seine Marketingkanäle effizient anpassen, Schäden voll automatisiert erfassen oder Versicherungsbetrug besser erkennen". Da ist sie wieder die IT-Dreiheit der Heidelberger.

 

Blaesing erläutert: "Derzeit arbeiten wir oft noch mit Systemen, die fest konfigurierten Regeln gehorchen. Aber wir setzen bereits selbstlernende Systeme ein, die in der Lage sind, automatisch Versicherungsbetrüger zu entlarven, Risiken zu minimieren oder Preise dynamisch anzupassen. Diese vielversprechenden Algorithmen werden wir schon bald für weitere Anwendungsfälle einsetzen."

 

Große Ziele am Neckar

Langfristig schwebt Getsafe ein digitaler Assistent vor, der individuelle Risikoprofile ermittelt, Kunden den besten Versicherungsschutz zusammenstellt und ein personalisiertes Produktpaket anbietet. Eine solche künstliche Intelligenz würde den Kunden unmittelbar auf neue Risiken aufmerksam machen und einen Vorschlag unterbreiten, sobald sich seine Lebenssituation oder Bedürfnisse ändern, glaubt Getsafe.

 

CEO und Gründer Christian Wiens ist das noch zu wenig. "Indem wir aus der Vorgeschichte und dem Verhalten aller Kunden lernen, können wir Risikoprofile verfeinern und ermitteln, ob ein einzelner Kunde vertrauenswürdig ist." Er fährt fort: "Dadurch wird der Versicherungsprozess wieder objektiv. Wir synthetisieren Vertrauen und setzen den subjektiv gefärbten Entscheidungen von Menschen die objektive Datenanalyse intelligenter Algorithmen entgegen."

 

Große und hochtechnisierte Pläne am Neckar, ob der Algorithmus in der Summe besser entscheidet als das nicht gerade ineffiziente menschliche Gehirn? Die Zukunft wird es zeigen, es bleibt spannend mit und bei Getsafe.

Getsafe · IT-Projekte · Plattformen
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