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Politik & Regulierung

AGCS: "Anti-Drohnen-Technologie entwickelt sich rasant weiter"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Drohnen werden zunehmend eine Gefahr für den Flugverkehr. So musste der Flughafen Frankfurt erst vor wenigen Tagen seinen Flugverkehr wegen eines solchen Flugobjektes vorübergehend einstellen. Für dem Industrieversicherer AGCS zeige der Vorfall, wie die Zahl der Störfälle durch Drohnen kontinuierlich zugenommen hat.

So hat die Deutsche Flugsicherung allein 2018 insgesamt 158 Behinderungen des regulären Luftverkehrs durch Drohnen registriert, etwa 80 Prozent mehr als noch 2017. Im Großraum von Flughäfen seien 125 Fälle gemeldet worden, erklärte das bundeseigene Unternehmen, das für die Flugverkehrskontrolle in Deutschland zuständig ist. Die meisten Störungen gab es am Flughafen Frankfurt/Main (31), gefolgt von Berlin-Tegel (17), München (14) und Hamburg (12). 2017 waren insgesamt 88 Fälle gemeldet worden. Dabei seien Flugzeugkollisionen/Crashs die zweithäufigste Ursache für versicherte Schäden weltweit hinter Brand- und Explosionsfällen. Das ergab die Analyse von mehr als 470.000 Schadensfällen in der Versicherungswirtschaft in den letzten fünf Jahren. Auch die AGCS war bereits an einem Schadensfall im Zusammenhang mit einer Drohnenkollision mit einem Flugzeug beteiligt.

 

Und dennoch: "Die Anti-Drohnen-Technologie entwickelt sich rasant weiter, von Drohnenkanonen oder -netzen über Signalstörsysteme bis hin zu eingebauten Geofencing-Funktionen, um Flüge in No-Go-Bereiche wie Flughäfen zu verhindern. Insbesondere Geofencing könnte der Schlüssel zur Verhinderung der Vorfälle mithilfe von Technologien innerhalb der Drohne selbst sein. Vor allem die Vorfälle von Gatwick Ende 2018 haben die Luftfahrtindustrie und die Regulierungsbehörden ermutigt, diese neuen Technologien zu erforschen. Die rechtswidrigen Handlungen einer sehr kleinen Minderheit von Drohnenpiloten werfen leider einen dunklen Schatten auf alle positiven Aspekte der Drohnentechnologie. Die Regulierung wird weiter zunehmen und wir begrüßen die jüngsten Schritte einiger Länder zur Einführung einer obligatorischen Registrierung von Drohnenpiloten", betont Markus Goldschatz, Chief Underwriter General Aviation in Deutschland.

 

Am vergangenen Donnerstag musste der Frankfurter Flughafen wegen einer Drohnensichtung von 7.45 Uhr und 8.18 Uhr komplett einstellen. Auf den Flugverkehr selbst habe sich der Vorfall allerdings nur kurzzeitig ausgewirkt.

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