Matterhorn, Symbol der Schweiz
Matterhorn, Symbol der SchweizQuelle: Gallus Tannheimer / www.pixelio.de / PIXELIO
Unternehmen & Management

Trump kostet die Zurich richtig Geld

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Schweizer Versicherer musste im ersten Quartal Einbußen bei den in Dollar ausgewiesenen Prämieneinnahmen ausweisen. Grund war der starke Dollar, den kürzlich auch US-Präsident Donald Trump beklagte. Wichtiger könnte aber sein, dass das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) nicht so versicherungsfreundlich ausfallen wird, wie es von der Branche gehofft wurde.

Alles kein Grund zur Besorgnis beruhigt die Zurich und spricht laut Finews von einem "starken Jahresauftakt". Auf vergleichbarer Basis wären die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht angestiegen. Das Unternehmen werde seine Ziele für den Zeitraum von 2017 bis 2019 "voraussichtlich erreichen oder übertreffen", meldet die Nachrichtenseite mit Bezug zum Unternehmen. Die Preise im Schaden- und Unfallgeschäft hätten sich im ersten Quartal verbessert. 

 

Neues Versicherungsvertragsrecht in der Schweiz

 

Wichtiger als das erste Quartal dürfte für die Zurich aber die Ausgestaltung des Versicherungsvertragsrechts in der Schweiz sein. Seit Wochen streiten die Parteien über dessen Ausgestaltung – VWheute berichtete mehrmals. Der Nationalrat hat das umstrittene Versicherungsgesetz jetzt entschärft, zu Ungunsten der Versicherer.

 

Die Branche sollte das Recht bekommen, Vertragsbedingungen einseitig zu ändern, dagegen liefen Politiker und Verbraucherschützer Sturm. Besonders in der Kritik steht Finanzminister Ueli Maurer, der laut vieler Stimmen die Versicherungsbranche bei dem Gesetz zu sehr begünstigte. Als "ungeheuerliche Frechheit" bezeichnete beispielsweise die Grünen Präsidentin Regula Rytz das einseitige Kündigungsrecht.