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Politik & Regulierung

Pflege: Alternative Wohnformen kommen bei Senioren gut an

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Bundesbürger werden bekanntlich immer älter. Damit steigt natürlich auch das Risiko, im Alter auf Pflege angewiesen zu sein. Allerdings wünschen sich 74 Prozent der Bundesbürger, im Pflegefall nicht von ihren Kindern betreut zu werden. Dies geht aus einer aktuellen Studie der SDK und der mhplus hervor.
So erwarten lediglich 26 Prozent der rund 1.000 befragten Deutschen über 55 Jahren, von ihren Kindern im Fall der Fälle gepflegt zu werden. 23 Prozent würden indes bei ihren Kindern wohnen, wenn sie selbst oder gemeinsam mit ihrem Partner nicht mehr allein leben können. Lediglich 18 Prozent erwarten, dass ihre Kinder die Pflegekosten übernehmen. 79 Prozent erwarten indes, dass sich die eigenen Kinder um die eigenen finanziellen Angelegenheiten kümmern, wenn diese nicht mehr in der Lage dazu sind. "Das Verantwortungsbewusstsein bei Eltern ist erkennbar ausgeprägter. Viele empfinden ein Pflichtgefühl gegenüber ihren Kindern, sie von finanziellen Belastungen freizuhalten. Sie sollen weder ihren Beruf aufgeben, um Zeit für die Eltern zu haben, noch zusätzlich zum Hauskredit auch deren Pflege finanzieren", kommentiert Olaf Engemann, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei der SDK.
Quelle: SDK
Allerdings gehe es der  Generation 55plus nicht nur darum, die Erben von Belastungen fern zu halten. Sie will auch möglichst lange selbstbestimmt und unabhängig leben. Das eigene Zuhause ist dabei zwar noch immer der Ort, wo die meisten das Alter verbringen möchten. Doch immer mehr Studienteilnehmer können sich auch vorstellen, in einer Senioren-Wohngemeinschaft (33 Prozent) oder in einem Mehrgenerationenhaus zu wohnen (29 Prozent). Selbst ein Leben weit weg von Kindern und Enkelkindern im Ausland hält laut Umfrage jeder fünfte der W"neuen" alten Generation für denkbar.
Quelle: SDK
Dennoch scheint das Thema Pflegefinanzierung einer Mehrheit der Befragten immer noch zu kompliziert zu sein. So setzen 55 Prozent im Falle eines finanziellen Engpasses darauf, dass der Staat für sie einspringen werde.
SDK · Pflegefallvorsorge
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