Konzernsitz der Munich Re in München
Konzernsitz der Munich Re in MünchenQuelle: Munich Re
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Munich Re startet mit Gewinneinbruch - OVB mit deutlichem Umsatzplus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Munich Re ist mit einem satten Gewinneinbruch in das Geschäftsjahr 2019 gestartet. So lag der Konzerngewinn mit 633 Mio. Euro fast ein Viertel unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 827 Mio.). Wesentlicher Grund dafür waren nach Angaben des Rückversicherers eine höhere Schadenbelastung. Wesentlich positiver startete hingegen der Finanzdienstleister OVB ins laufende Jahr: Der Konzernumsatz stieg um 7,8 Prozent auf 63,1 Mio. Euro. Auch die Zahl der Finanzvermittler nahm zu.

Besonders im Kerngeschäft der Schaden-Rückversicherung verlief der Jahresauftakt für die Munich Re eher enttäuschend. So stiegen die Prämieneinnahmen zwar leicht auf 5.484 Mio. Euro (VJ: 5.317 Mio.). Demgegenüber stand jedoch ein deutlicher Gewinnrückgang auf 420 Mio. Euro (VJ: 591 Mio.). Die Schaden-Kosten-Quote stieg ebenfalls deutlich auf 97,9 Prozent (VJ: 88,6 Prozent). Die Gesamtschadenbelastung lag in den ersten drei Monaten des Jahres bei 479 Mio. Euro (VJ: 62 Mio.). Die Belastung durch Großschäden aus Naturkatastrophen lag bei 195 Mio. Euro (VJ: -49 Mio.). Die von Menschen verursachten Großschäden lagen bei 283 Mio. Euro (VJ: 112 Mio.). Dabei schlug allein Taifun "Jebi" mit rund 267 Mio. Euro zu Buche. Dennoch hält die Munich Re an ihrer bisherigen Gewinnprognose von 2,5 Mrd. Euro für 2019 fest.

"Munich Re startet mit einem guten ersten Quartal. Im Kerngeschäft der Schaden/Unfall-Rückversicherung wächst Munich Re weiter organisch. Die April-Erneuerung war die sechste Erneuerungsrunde hintereinander, bei der wir unser Geschäft teilweise kräftig ausdehnen konnten. Die Preise für Rückversicherungsschutz ziehen nach den hohen Schäden der Vorjahre weiter an. In der Erstversicherung macht die Umsetzung des Ergo-Strategieprogramms weiter gute Fortschritte."
Christoph Jurecka, Finanzvorstand der Munich Re

Wesentlich zufriedener ist man beim Rückversicherer mit der bisherigen Geschäftsbilanz der Ergo: Der Düsseldorfer Erstversicherer steigerte seinen Gewinn in den ersten drei Monaten auf 85 Mio. Euro (VJ: 77 Mio.). Größte Überraschung war dabei der Bereich Leben/Gesundheit mit einem spürbaren Gewinnplus auf 63 Mio. Euro (VJ: 36 Mio.). Auch in der Kompositsparte erzielte die Ergo in den ersten drei Monaten des Jahres 2019 trotz Sturmtief "Eberhard" einen Gewinn von 14 Mio. Euro. Die Schaden-Kosten-Quote im Segment Schaden/Unfall Deutschland verbesserte sich auf  98,1 Prozent (VJ: 101,7 Prozent). Im Segment International lag sie bei 95,4 Prozent (VJ: 95,3 Prozent).

OVB macht mehr Umsatz und beschäftigt mehr Vermittler

Deutlich positiver gestimmt startete der Finanzvermittler OVB in das neue Geschäftsjahr. Die Erträge aus Vermittlungen erreichten demnach insgesamt 63,1 Mio. Euro, einem Plus von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (VJ: 58,6 Mio.). Maßgeblicher Wachstumstreiber war Unternehmensangaben zufolge auch der Kauf der belgischen Tochtergesellschaft. Zudem stieg die Zahl der Finanzvermittler europaweit von 4.709 um 4,3 Prozent auf 4.911. So erwartet der OVB-Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2019 einen deutlichen Umsatzanstieg auf etwa 13,5 bis 14,0 Mio. Euro.

Munich Re · Rückversicherer · Joachim Wenning · OVB Holding
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