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LautsprecherQuelle: reinhard grimm / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Kein Arbeitsunfall wegen Lautsprecherdurchsagen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wer kennt es nicht: Beim Einkauf im Möbelhaus benötigt der Kunde "fachkompetente Hilfe", die bei Bedarf mittels einer Lautsprecherdurchsage ausgerufen wird. Ein Möbelverkäufer aus Dortmund hatte nun Entschädigungsleistungen der gesetzlichen Unfallversicherung verlangt, weil er durch das mehrfache Ausrufen einen Tinnitus erlitten haben soll. Die zuständigen Richter des Sozialgerichts Dortmund wiesen dies jedoch zurück.

So wurde zwar ein Schaden des Hörapparates des Klägers festgestellt. Allerdings sei es nach Ansicht der Sozialrichter auszuschließen, dass dieser Schaden auf die Lautsprecherdurchsagen zurückzuführen sei. Nach Auskunft des Arbeitgebers sei die Lautsprecheranlage am Tag des Ereignisses nicht mit einem Mangel behaftet gewesen.

 

Zudem habe für das Gericht kein Grund zu der Annahme bestanden, dass die Lautsprecheranlage vor Inbetriebnahme technisch nicht überprüft worden sei. Außerdem befand sich der Mann etwa zwei bis 2,50 Meter unterhalb des Lautsprechers. Einen entsprechenden Hörschaden hatte das Gericht daher "bei lebensnaher Würdigung schlechterdings ausgeschlossen".

 

Demnach sei der Anspruch des Klägers an die zuständige Berufsgenossenschaft unbegründet, urteilte das Sozialgericht Dortmund mit Urteil vom 29. März 2019 (Az: S 17 U 1169/16).

Arbeitsunfall · Sozialgericht Dortmund
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