Schwächelnde Konjunktur
Schwächelnde KonjunkturQuelle: fotoART by Thommy Weiss / PIXELIO (www.pixelio.de)
Märkte & Vertrieb

Aon: Unternehmen fürchten sich vor schwächelnder Konjunktur

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die schwächelnde Konjunktur bereitet den Unternehmen derzeit die größten Sorgen - noch vor Schäden der Reputation und des Markenimages. Dies geht aus dem aktuellen "Global Risk Management Survey 2019" von Aon hervor.

So stieg die Unbeständigkeit der Marktfaktoren stieg von Rang 38 in der vorangegangenen Studie auf die Position drei der wichtigsten Risiken 2019, heißt es bei Aon. Ausgelöst wird diese Unbeständigkeit der Marktfaktoren u. a. durch eine erratische Handelspolitik (Beispiele: EU/Großbritannien, USA/China), regulatorische Änderungen, große geopolitische Konflikte, häufige Turbulenzen am Finanzmarkt und durch rasante technologische Fortschritte.

 

"Neben den 69 wichtigsten Risiken, zeigt die Studie dieses Jahr ein besonderes Phänomen: Weil es heute mehr Risiken als je zuvor gibt, sollte man eigentlich auch immer besser auf sie vorbereitet sein – ist man aber nicht. Die Studie zeigt, dass die Fähigkeit, Risiken vorbereitet zu begegnen, auf den niedrigsten Stand seit zwölf Jahren gesunken ist. Der Grund dafür ist die Unversicherbarkeit mancher Risiken, wie z. B. das Top-Risiko „Konjunkturabschwächung“ oder auch "zunehmender Wettbewerb'. Von den 69 identifizierten Risiken, gelten 32 als nicht versicherbar. Daher sollten Verantwortliche auf ein Risikomanagement anstelle eines Risikotransfers setzen. So können sie die Bedrohungen zumindest deutlich abschwächen", kommentiert Kai-Frank Büchter, CEO des Erstversicherungsmaklers bei Aon in Deutschland.

 

Wenn das wirtschaftliche Umfeld schwächer wird, reagieren Unternehmen empfindlicher auf unbeständige Rahmenbedingungen, konstatieren die Aon-Experten. Neue oder sich entwickelnde Risiken wie politische Volatilität und Cyberangriffe verschärfen die Situation. Diese Risiken können weniger gut berechnet werden, da weniger Beispiele aus der Vergangenheit und weniger Daten zur Verfügung stehen. "Die Quantifizierung von Risiken ist komplexer geworden, so dass Risikomanager heute gezwungenermaßen neue Strategien zur Risikominderung finden müssen", konstatiert Büchter.

Aon · Konjunktur
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