Darknet als Graffiti
Darknet als GraffitiQuelle: Rudolpho Duba / www.pixelio.de / PIXELIO
Politik & Regulierung

Harter Schlag gegen Darknet-Betreiber

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Im Dunkeln ist gut munkeln. Außer wenn das Bundeskriminalamt vor der Tür steht. Ermittler haben den zweitgrößten Darknet-Marktplatz vom Netz genommen. Drei Deutsche wurden verhaftet, sie sollen den illegalen Umschlagplatz betrieben haben.

Das dunkle Geschäft auf dem Darknetumschlagsplatz "Wall Street Market" scheint sich zu lohnen. Bei den Razzien in den Wohnungen der Tatverdächtigen wurden laut Spon Bargeld in Höhe von über 550.000 Euro, Bitcoin und Monero-Kryptowährungen in sechsstelliger Höhe, Autos und Beweismittel wie Computer und Datenträger beschlagnahmt. Bei einem 22-Jährigen Tatverdächtigen aus Kleve wurde den Ermittlern zufolge zudem eine Schusswaffe gefunden.

 

Die drei mutmaßlichen Betreiber sitzen nun in Untersuchungshaft. Der Vorwurf der Behörden lautet "gewerbsmäßige Verschaffung einer Gelegenheit zur unbefugten Abgabe von Betäubungsmitteln". In Los Angeles wurden derweil zwei der umsatzstärksten Verkäufer festgenommen, die über Wall Street Market Drogen verkauft hatten. Die Verhaftungen sind ein Ergebnis eine Zusammenarbeit zwischen Behörden in den Niederlanden, Amerika, Deutschland und Europol, der Polizeibehörde der Europäischen Union.

 

Der mit Tor, Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten, erreichbare Darknet-Umschlagplatz hatte nach offiziellen Zahlen über 63.000 Verkaufsangebote gelistet. Insgesamt haben 1,1 Millionen Kunden Angebote von 5400 Verkäufern gesichtet.

 

Bezahlt wird auf dem Markt mit Digitalwährungen wie Bitcoin oder Monero. Die Betreiber erhalten Provisionen in Höhe von zwei bis sechs Prozent, was wohl die halbe Million Bargeld erklärt, die bei den Razzien gefunden wurden und Aufschluss darüber gibt, wie groß der Markt ist.

Cyber-Versicherungen · Cyber-Kriminalität · Darknet
Auch interessant
Zurück
14.06.2019VWheute
Harter Vorwurf: Will die HDI einer Behin­derten-Mann­schaft ihre Trikots wegnehmen? Das will kein Unternehmen der Welt über sich lesen: "Kassiert ein …
Harter Vorwurf: Will die HDI einer Behin­derten-Mann­schaft ihre Trikots wegnehmen?
Das will kein Unternehmen der Welt über sich lesen: "Kassiert ein Konzern die Trikots behinderter Spieler?" Doch genau das ist der HDI passiert. Der Fall ist ein doppelter Salto mit Kopfsprung …
04.02.2019VWheute
Zahlt die Haft­pflicht bei Schlag mit Bier­glas? Wenn ein Mann einem anderen ein Bierglas vorsätzlich an den Kopf schleudert, ist das ein klarer …
Zahlt die Haft­pflicht bei Schlag mit Bier­glas?
Wenn ein Mann einem anderen ein Bierglas vorsätzlich an den Kopf schleudert, ist das ein klarer Haftpflichtfall! Da sind sie anderer Meinung? Dann haben sie aber noch nicht mit einem kampfeslustigen Coburger und dessen Anwalt …
17.01.2019VWheute
Nach Mays Abstim­mungs­nie­der­lage: Versi­cherer fürchten den "harten" Brexit Es war eine Abstimmungsniederlage historischen Ausmaßes: Am Abend des …
Nach Mays Abstim­mungs­nie­der­lage: Versi­cherer fürchten den "harten" Brexit
Es war eine Abstimmungsniederlage historischen Ausmaßes: Am Abend des vergangenen Dienstag stimmte eine deutliche Mehrheit von 432 Abgeordneten im britischen Unterhaus gegen den ausgehandelten …
04.10.2018VWheute
Unsicht­bare Krimi­na­lität – Sicht­bare Folgen: Cyber­ver­si­che­rungen im Vergleich Covomo bietet den ersten Tarifvergleich für Cyberschutz.  …
Unsicht­bare Krimi­na­lität – Sicht­bare Folgen: Cyber­ver­si­che­rungen im Vergleich
Covomo bietet den ersten Tarifvergleich für Cyberschutz.  Eberhard Riesenkampff, Geschäftsführer des Unternehmens erklärt in seinem Gastbeitrag, wie das funktioniert und warum ein ständiges…
Weiter