Totalschaden an Fahrzeug (Symbolbild)
Totalschaden an Fahrzeug (Symbolbild)Quelle: Thüringen
Politik & Regulierung

Hagel in Thüringen sorgt für Riesenunfall und Regulierungsstress

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Hagelschauer, Massenkarambolage, Massenschaden. Auf der Autobahn 71 bei Meiningen kam es zu einem Unfall in den 60 Autos verwickelt waren, über hundert Retter waren über Stunden im Dauereinsatz. Die Polizei setzte Hubschrauber ein, um dem Chaos Herr zu werden und den Versicherern zu helfen.

Am Sonntag um 12 Uhr herum verwandelte ein Hagelschauer einen Autobahnabschnitt bei Meiningen (Thüringen) in ein Feld voll verbeultem Stahl, ausgelösten Airbags und Splittern. Zwischendrin wuselten Helfer, um zu den 32 verletzten Menschen zu gelangen, die teilweise in den Autos festsaßen, meldete die Thüringische Landeszeitung. Mehrere Hubschrauber brachten Verletzte in Krankenhäuser, die Rettungsleitstelle löste Katastrophenalarm aus.

 

Die Schadenfläche war so groß, dass es zunächst niemanden gelingen konnte, das ganze Ausmaß zu überblicken und Ordnung in das Durcheinander zu bringen. Schlussendlich griff die Polizei zu der Maßnahme, den bereits registrierten Beteiligten Schildern umzuhängen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Mehrere Abschleppunternehmen verfrachteten die Autos zu einem großen Sammelplatz, an dem sich auch die Geschädigten einfanden, um ihrer Weiterfahrt zu planen und die Versicherungen zu kontaktieren. Die Autobahn war erst gegen 20 Uhr wieder befahrbar.

 

Bis die Versicherungen das Unfallchaos gelichtet haben, dürften mehrere Wochen vergehen, der Schaden beläuft sich laut Schätzungen der Polizei auf 600.000 Euro. Selbst sind die Ordnungshüter auch an der Aufklärung beteiligt, Polizeihubschrauber schossen Fotos für die Beweisaufnahme und die Versicherer.

 

Unwetterschäden in Sachsen

 

Der Osten des Landes scheint ein bevorzugtes Ziel von Unfällen und Unwettern zu sein. Stürme, Hagel und Starkregen haben im vergangenen Jahr allein in Sachsen Versicherungsschäden in Höhe von 177 Mio. Euro verursacht. Weitere elf Mio. Euro betrafen Schäden durch lokal heftige Niederschläge im trockenen Sommer, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) meldet.

 

GDV-Präsident Wolfgang Weiler empfiehlt den Sachsen einen Versicherungscheck durchzuführen, um die Absicherung anzupassen: "Immobilienbesitzer und Mieter sollten ihre Versicherung prüfen."

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