Berufsunfähigkeit
BerufsunfähigkeitQuelle: Martin Müller / PIXELIO (www.pixelio.de)
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DEVK: Fast jeder Vierte verlässt sich bei BU auf die gesetzliche Absicherung

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Psychische Erkrankungen sind immer öfter ein Grund für Berufsunfähigkeit. Allerdings scheinen nur wenige Bundesbürger einen entsprechenden Versicherungsschutz für den Fall der Fälle zu besitzen. Laut einer aktuellen Yougov-Umfrage im Auftrag der DEVK verlässt sich fast jeder Vierte nur auf eine gesetzliche Absicherung.

So sorgen jeweils 14 Prozent der rund 2.000 befragten Bundesbürger mit einer privaten Unfall- bzw. Berufsunfähigkeitsversicherung gegen den Verlust der eigenen Arbeitskraft vor. Auffällige Unterschiede gebe es laut DEVK hingegen beim Familienstand: Nur zwölf Prozent der Deutschen ohne Kinder haben demnach eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, aber 23 Prozent der Befragten mit zwei oder mehr Kindern. Für die neuere Grundfähigkeitsversicherung als preisgünstige Alternative haben sich laut Versicherer erst zwei Prozent entschieden. Mit jeweils fünf Prozent haben sich auch Versicherungen gegen Erwerbsunfähigkeit und über den Arbeitgeber bisher kaum durchgesetzt. Dagegen verlassen sich 21 Prozent laut auf den gesetzlichen Schutz. Neun Prozent wollen bald etwas unternehmen, um privat vorzusorgen. 

 

Dabei seinen sich die Bundesbürger dennoch im Klaren darüber zu sein, dass bei der Absicherung der eigenen Arbeitskraft durchaus Handlungsbedarf besteht. 37 Prozent der Deutschen haben laut Umfrage aus finanziellen Gründen Angst, ihre Arbeitskraft zu verlieren. Diese Sorge ist vor allem bei jungen Leuten groß: 46 Prozent der Studenten und Azubis fürchten sich davor, ihr Einkommen zu verlieren. Gleichzeitig meinen nur zehn Prozent der Deutschen, entsprechend gut abgesichert zu sein. Immerhin: Etwa elf Prozent der Befragten lieben ihre Arbeit so sehr, dass sie nicht darauf verzichten wollen.

 

Dennoch scheinen die Bundesbürger die Ursachen, welche zur Berufsunfähigkeit führen, durchaus realistisch einzuschätzen. 68 Prozent der Befragten halten demnach psychische Erkrankungen für die häufigste Ursache. Nahezu gleichwertig beurteilen die Bundesbürger Einschränkungen im Bewegungsapparat (44 Prozent) und Unfälle (43 Prozent) als Ursachen für Berufsunfähigkeit. 36 Prozent halten Krebserkrankungen für einen häufigen Grund, wobei das deutlich mehr Frauen (41 Prozent) so sehen als Männer (31 Prozent). Umgekehrt stehen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems bei Männern (34 Prozent) stärker im Fokus als bei Frauen (28 Prozent).

 

Immerhin: Psychische Leiden sind über viele Berufsgruppen hinweg seit Jahren auf dem Vormarsch und die Ursache Nummer eins für eine Berufsunfähigkeit (BU). Zu diesem Ergebnis kam jüngst eine Analyse der Swiss Life Deutschland.  Dabei sind Frauen deutlich stärker davon betroffen als Männer. So ist das Risiko für Frauen mit 44 Prozent deutlich höher, aufgrund psychischer Ursachen ihren Beruf aufgeben zu müssen als für Männer (28 Prozent). 30-jährige Frauen sind dabei mit 47 Prozent besonders stark betroffen.

DEVK · Berufsunfähigsversicherung · Berufsunfähigkeit
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