Allianz-Aufsichtsratsschef Michael Diekmann (links) neben Vorstandschef Oliver Bäte (Mitte)
Allianz-Aufsichtsratsschef Michael Diekmann (links) neben Vorstandschef Oliver Bäte (Mitte)Quelle: Allianz
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Traumjob Aufsichtsrat: Ex-Allianz-Chef Diekmann verdient rund 1,4 Mio. Euro pro Jahr

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Aufsichtsratsvorsitzenden der 30 Dax-Konzerne haben im vergangenen Jahr im Schnitt eine Gesamtvergütung von 424.000 Euro erhalten. Dies entspricht einem Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allianz-Aufsichtsratschef Michael Diekmann liegt dabei mit einer Gesamtvergütung von 484.000 Euro über dem Durchschnitt. Rechnet man seine weiteren Aufsichtratsmandate dazu, liegt er mit einer Vergütung von etwa 1,4 Mio. Euro sogar an der Spitze.

So haben sich die Bezüge der Chef-Aufseher der Dax-Unternehmen seit 2006 um rund 4,3 Prozent pro Jahr erhöht. Allerdings liegen diese weiterhin deutlich unter den Vergütungsniveaus der Vorstandsvorsitzenden in den gleichen Unternehmen. So beträgt der Vergütungsunterschied rund das Fünfzehnfache, heißt es in einer aktuellen Analyse der Unternehmensberatung hkp/// group. Dagegen belaufen sich die Vergütungen der Vorstandsvorsitzenden in Dax-Unternehmen in 2018 auf einen Durchschnittswert von rund 6,4 Mio. Euro (DCGK-Zufluss ohne bAV und Nebenleistungen). Damit liegt die Relation zwischen den durchschnittlichen Bezügen von Aufsichtsratsvorsitzenden und Vorstandsvorsitzenden bei dem Faktor 15,2, so die Studienautoren weiter.

 

Gerechtfertigt sei dieser Unterschied nach Ansicht der Experten jedoch nicht. "Ein Aufsichtsratsvorsitz ist heute mehr denn je auch mit Strategiebegleitung und intensivem Sparring für den Vorstand verbunden. Keine nennenswerte Investition oder sonstige Entscheidung von größerem Ausmaß kann heute ohne Einbindung des Aufsichtsratsvorsitzenden getätigt werden. Die Vergütung für das Amt sollte daher so ausgelegt sein, um sich auf Augenhöhe begegnen zu können. Davon sind wir aber weit entfernt", konstatiert hkp/// group Senior Managerin Nina Grochowitzki.

 

Spitzenreiter bei den Gesamtvergütungen ist laut Auswertung erneut Paul Achleitner, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank, mit 858.333 Euro - einem Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dahinter folgen Norbert Reithofer (BMW) und Gerd Krick (Fresenius) mit jeweils 640.000 Euro. Allianz-Aufsichtsratschef Michael Diekmann liegt mit einer Vergütung von rund 484.000 Euro im oberen Mittelfeld. Ebenfalls im Mittelfeld liegt Bernd Pichetsrieder, Aufsichtsratschef der Munich Re, mit einer Gesamtvergütung von 328.000 Euro. Dessen designierter Nachfolger Nikolaus von Bomhard (bislang Deutsche Post), kommt auf rund 279.750 Euro.

 

Rechnet man allerdings die Bezüge aller Aufsichtsratsmandate zusammen, steht Diekmann mit rund 1,4 Millionen Euro an der Spitze durch seine Mandate bei Allianz, BASF, Fresenius und Siemens. Dahinter folgen Paul Achleitner mit etwa 1,2 Mio. Euro (Deutsche Bank, Bayer und Daimler) sowie Aufsichtsratschef Karl Ludwig Kley (Eon, Lufthansa und BMW) mit 1,16 Mio. Euro.

 

Dennoch liegen die Aufsichtsratsvergütungen der 30 Dax-Konzerne noch immer unter dem europäischen Durchschnitt. Traditionell bilden im europäischen Maßstab die Verwaltungsratspräsidenten von Unternehmen aus der Schweiz die Vergütungsspitze, so auch im Geschäftsjahr 2018, heißt es bei hkp weiter. Spitzenreiter ist dabei Axel Weber, Verwaltungsratspräsident bei UBS mit einer Vergütung von rund 4,9 Mio. Euro, gefolgt von Christoph Franz mit 3,8 Mio. Euro bei Roche, Paul Bulcke mit 3,5 Mio. Euro bei Nestlé, und Joerg Reinhardt mit 3,3 Mio. Euro bei  Novartis.

Allianz · Aufsichtsrat · hkp
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