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Strafe im LV-Geschäft USA: Zurich zahlt über 12.000 Dollar pro Police

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Zurich hat in den USA unsauber gearbeitet. Das missfiel dar Steuerbehörde, die für rund 420 Policen eine Strafe von 5,1 Mio. US-Dollar aufrief. Die Schweizer haben im Rahmen eines Non-Prosecution Agreement (NPA) die Strafe akzeptiert und sich zur künftigen Zusammenarbeit mit den Behörden verpflichtet. Die Zurich weist darauf hin, nicht wegen "irgendwelcher Vergehen angeklagt" worden zu sein.

Der Versicherer hat von Anfang 2008 bis Mitte 2014 Versicherungspolicen und Konten von amerikanischen Steuerpflichtigen geführt, welche die Lebensversicherungs-Policen zur Umgehung von Steuern und Meldepflichten verwendeten, meldete die NZZ. Der Versicherer versäumte es offenbar, den steuerpflichtigen Kunden einen Nachweis zu liefern, dass die Policen gegenüber den Steuerbehörden angegeben werden müssen.

 

Die 420 Policen hatten einen Wert von rund 100 Millionen US-Dollar, also rund 238.000 Euro pro Vertrag. Der Vorwurf lautet, dass die Zurich Versicherung wusste, oder zumindest hätte wissen müssen, dass sie mit dem Produkt dabei hilft, Vermögen zu verschleiern und Steuern zu umgehen. Mit der NPA wurde die Angelegenheit juristisch beigelegt. Eine NPA ist ein Agreement zwischen dem U.S. Department of Justice und einer natürlichen oder juristischen Person, die besagt, einen Sachverhalt nicht mehr juristisch zu verfolgen, wenn bestimmte Verpflichtungen abgegeben werden.  

 

Das sagt die Zurich

 

Neben der Strafzahlung hat sich die Zurich dazu bereit erklärt, bei eventuellen weiteren straf- und zivilrechtlichen Verfahren in dieser Angelegenheit mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Weiterhin müssen Kontrollmechanismen eingerichtet werden, damit Missbräuche im Zusammenhang mit undeklarierten amerikanischen Konten künftig verhindert werden.

 

Das Unternehmen schreibt auf Nachfrage: "Zurich wurde nicht wegen irgendwelcher Vergehen angeklagt. Zurich stimmte dem Non-Prosecution Agreement (NPA) zu, das den Verkauf einer begrenzten Anzahl von Lebensversicherungsprodukten an US-Steuerzahler beschreibt, die ihre Produkte offenbar nicht ordnungsgemäß den US-Steuerbehörden gemeldet haben."

 

Zur Sache möchte sich das Unternehmen nicht im Detail äußern: "Obwohl wir zum Inhalt der Einigung keine Stellung nehmen, möchten wir betonen, dass Zurich Richtlinien und Prozesse für das grenzüberschreitende Geschäft eingeführt hat, um die Einhaltung aller anwendbaren Gesetze und Bestimmungen zu gewährleisten."

Zurich · Nordamerika · Unternehmensgeldstrafe · Lebensversicherungen
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