Entschädigung in Höhe einer Milliarde Dollar wegen falscher Beschuldigung?
Entschädigung in Höhe einer Milliarde Dollar wegen falscher Beschuldigung?Quelle: Rainer Sturm / www.pixelio.de / PIXELIO
Politik & Regulierung

Falsche Diebstahlanzeige kann Apple eine Milliarde kosten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Verklage Unternehmen mit tiefen Taschen" – das scheint in den USA ein weit verbreiteter Sinnspruch zu sein. Ein Student nahm sich das zu Herzen und hat Apple wegen einer unwahren Diebstahlbeschuldigung auf eine Milliarde US-Dollar Schadenersatz verklagt. Das Unternehmen habe eine Software für Gesichtserkennung eingesetzt, die zu der falschen Beschuldigung führte.

Der Fall könnte für Apple peinlich werden, teuer obendrein. Laut Vorwurf sei für die Verwechslung eine Software für Gesichtserkennung verantwortlich, die Apple zum Diebstahlschutz benutzt. Das Unternehmen bestreitet den Einsatz.

 

Der zu Unrecht beschuldigte 18-jährige Ousmane Bah wurde festgenommen, weil er in verschiedenen amerikanischen Städten Waren in Höhe von mehreren tausend Dollars in den Stores des Konzerns gestohlen haben soll. Der bei der Verhaftung eingesetzte Haftbefehl enthielt unter anderem ein Foto, das einen anderen Mann zeigte. Bah hatte seinen Führerschein zuvor verloren, vermutlich hat der Täter den Führerschein benutzt, aber das Bild geändert.

 

Ein Polizist äußerte gegenüber Bah, dass die Verbrecher seine Identität zum ausweisen im Apple-Store und zur Begehung der Diebstähle verwendet hätten. Derselbe Polizist erwähnte auch die Gesichtserkennung, die Apple angeblich einsetzt.

 

Software hin, falsche Führerscheine her: Bah fordert von Apple eine Milliarde wegen "hohem Stress" und "Rufschädigung". Das Erlebte sei "traumatisch gewesen".

Apple · Klagen · Justiz · Rechtsschutzversicherung
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