Justitia
JustitiaQuelle: Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Quad kollidiert mit Schotterhaufen - kein Schadenersatz

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Mit Beginn des Frühjahrs werden auch die Motorräder und Quads wieder für den Betrieb entstaubt. Allerdings: Wer mit seinem Quad auf einem befestigten Wirtschaftsweg mit unangepasster Geschwindigkeit und ungebremst in einen dort liegenden großen Schotterhaufen fährt, kann keinen Schadensersatz vom Eigentümer des Wegs verlangen. Dies hat das Oberlandesgericht Braunschweig entschieden (Az.: 9 U 48/18).

Die Juristen des 9. Zivilsenats lehnten damit eine Schadenersatzklage eines Quadfahrers endgültig ab,  der sich durch den Sturz Prellungen und Hautabschürfungen zugezogen hatte. Im konkreten Fall hatte der Eigentümer eines Wirtschaftswegs einen rund 90 Zentimeter hohen Schotterhaufen über die gesamte Breite des Weges geschüttet. Nach Ansicht der Richter hätte dieser allerdings nicht dort liegen dürfen,, weil der befestigte Wirtschaftsweg öffentlich mit Kfz befahrbar war. Daher habe der Eigentümer die Verkehrssicherungspflichten einhalten müssen.

 

Der betroffene Quadfahrer geht dennoch leer aus. Die Begründung des Gerichts: Diesem sei ein so überwiegendes Mitverschulden anzulasten, dass die Haftung des Wegeeigentümers dahinter zurücktrat. Demnach sei der Quadfahrer mit einer deutlich überhöhten Geschwindigkeit von 60 bis 70 Stundenkilometern auf dem Wirtschaftsweg unterwegs gewesen. Zudem sei er ungebremst in den Haufen gefahren. Dies war für den Senat ein Anzeichen dafür, dass der Quadfahrer nicht ausreichend aufmerksam war. Schließlich habe der Schotterhaufen auf einer geraden Strecke gelegen und sei schon von Weitem gut erkennbar gewesen.

 

Die vollständige Mitteilung dazu gibt es auf unserer Partnerseite VersR.

Quads · Schadenersatz · OLG Braunschweig
Auch interessant
Zurück
16.07.2019VWheute
Werbung, Koope­ra­tion und Image werden wich­tiger – Basler und Braun­schweiger haben das verstanden Zusammenarbeit, Renommee und Öffentlichkeit sind …
Werbung, Koope­ra­tion und Image werden wich­tiger – Basler und Braun­schweiger haben das verstanden
Zusammenarbeit, Renommee und Öffentlichkeit sind für ein Unternehmen wichtig. Dabei ist es egal, ob es sich um einen öffentlichen Versicherer wie die Braunschweiger oder einen P…
15.07.2019VWheute
OLG Köln: Kfz-Versi­cherer haftet teil­weise für herab­rol­lendes Fahr­zeug Rollt ein Fahrzeug einen Berg herab, muss auch ein Fußgänger selbst dafür …
OLG Köln: Kfz-Versi­cherer haftet teil­weise für herab­rol­lendes Fahr­zeug
Rollt ein Fahrzeug einen Berg herab, muss auch ein Fußgänger selbst dafür haften, wenn er versucht, das Auto aufzuhalten. An sich klingt dies soweit logisch. Und dennoch: Der Kfz-Versicherer muss für 30 …
22.05.2019VWheute
Wieder ein gutes Jahr für die Öffent­liche Braun­schweig Die Öffentliche Versicherung Braunschweig, Marktführer in der Region, hat wie Vorstandschef …
Wieder ein gutes Jahr für die Öffent­liche Braun­schweig
Die Öffentliche Versicherung Braunschweig, Marktführer in der Region, hat wie Vorstandschef Knud Maywald bei der Vorlage der Bilanz berichtete im Geschäftsjahr 2017 ein "qualitativ gutes" Ergebnis erzielt.
08.03.2019VWheute
OLG Düssel­dorf beendet Arag-Erbstreit nach 35 Jahren Prozess­dauer Der 35 Jahre andauernde Rechtsstreit um das Erbe der Arag ist nun rechtskräftig …
OLG Düssel­dorf beendet Arag-Erbstreit nach 35 Jahren Prozess­dauer
Der 35 Jahre andauernde Rechtsstreit um das Erbe der Arag ist nun rechtskräftig beendet worden: Demnach hat das Oberlandesgericht Düsseldorf bereits vor einigen Monaten das erstinstanzliche Urteil des …
Weiter