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Politik & Regulierung

Quad kollidiert mit Schotterhaufen - kein Schadenersatz

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Mit Beginn des Frühjahrs werden auch die Motorräder und Quads wieder für den Betrieb entstaubt. Allerdings: Wer mit seinem Quad auf einem befestigten Wirtschaftsweg mit unangepasster Geschwindigkeit und ungebremst in einen dort liegenden großen Schotterhaufen fährt, kann keinen Schadensersatz vom Eigentümer des Wegs verlangen. Dies hat das Oberlandesgericht Braunschweig entschieden (Az.: 9 U 48/18).

Die Juristen des 9. Zivilsenats lehnten damit eine Schadenersatzklage eines Quadfahrers endgültig ab,  der sich durch den Sturz Prellungen und Hautabschürfungen zugezogen hatte. Im konkreten Fall hatte der Eigentümer eines Wirtschaftswegs einen rund 90 Zentimeter hohen Schotterhaufen über die gesamte Breite des Weges geschüttet. Nach Ansicht der Richter hätte dieser allerdings nicht dort liegen dürfen,, weil der befestigte Wirtschaftsweg öffentlich mit Kfz befahrbar war. Daher habe der Eigentümer die Verkehrssicherungspflichten einhalten müssen.

 

Der betroffene Quadfahrer geht dennoch leer aus. Die Begründung des Gerichts: Diesem sei ein so überwiegendes Mitverschulden anzulasten, dass die Haftung des Wegeeigentümers dahinter zurücktrat. Demnach sei der Quadfahrer mit einer deutlich überhöhten Geschwindigkeit von 60 bis 70 Stundenkilometern auf dem Wirtschaftsweg unterwegs gewesen. Zudem sei er ungebremst in den Haufen gefahren. Dies war für den Senat ein Anzeichen dafür, dass der Quadfahrer nicht ausreichend aufmerksam war. Schließlich habe der Schotterhaufen auf einer geraden Strecke gelegen und sei schon von Weitem gut erkennbar gewesen.

 

Die vollständige Mitteilung dazu gibt es auf unserer Partnerseite VersR.

Quads · Schadenersatz · OLG Braunschweig
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