Schwein - bedroht durch Schweinepest
Schwein - bedroht durch SchweinepestQuelle: Markus Walti / www.pixelio.de / PIXELIO
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Hälfte der Bauern glaubt an Schweinepest – auf dem Nachbarhof

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Was der Bauer fürchtet, versichert er: Rund die Hälfte der Schweinehalter hierzulande glaubt, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) Deutschland erreichen wird. Ungefähr ebenso viele sind versichert. Das ist ein Ergebnis einer Online-Umfrage, die die R+V Versicherung durchführen ließ. Allerdings rechnen fast alle Bauern damit, dass die Krankheit den eigenen Hof verschont.

Nicht ganz die Hälfte der Schweineexperten schätzt das ASP-Risiko für Deutschland als "eher hoch" bis "hoch" ein. Lediglich 28 Prozent der Befragten bewertet das Risiko als "gering", meldet topagrar.com.

"Das trifft bestimmt jemand anders", scheint das Motto der Schweinebauern zu sein. Jeder zweite Befragte rechnet damit, dass die Krankheit in Deutschland auftreten wird, aber nur Wenige glauben, selbst betroffen zu sein. Lediglich neun Prozent bewerten die eigene Gefahr als "hoch", ein Drittel dagegen als "niedrig".

 

Vor den finanziellen Folgen dieser Seuche ist etwa die Hälfte der Befragten (54 Prozent) mit einer Ertragsschadenversicherung abgesichert. Das entspricht in etwa der Anzahl derjenigen, die die Gefahr als hoch ansehen. Der Rest pokert, was gefährlich werden kann.

Beim Ausbruch der Seuche genügt es bereits, wenn sich ein Hof in einem eingerichteten Sperrgebiet befindet, um von staatlichen Anordnungen wie Schlachtungen oder einem Verkaufsstopp betroffen zu sein.

 

20 Prozent wollen aufhören Bauern zu sein

 

Eine Zahl schreckt auf, 18 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen im Falle eines ASP-Ausbruchs ihren Betrieb komplett schließen. Wie viele der aufgabewilligen Bauern versichert sind, zeigt die Umfrage leider nicht.

 

R+V-Agrarexperte Matthias Baum zur Versicherungsaffinität der Bauern: "Zwischen 2010 und 2018 ist die Zahl der Betriebe mit mehr als fünf Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche von 299.100 auf 267.700 zurückgegangen, was mehr als zehn Prozent aller Betriebe ausmacht. Auslaufende Betriebe ohne Nachfolger sind möglicherweise seltener bereit, in Versicherungen zu investieren." Die Gefahr ist real, die ASP stand im März kurz vor Aachen und ist eine Gefahr auch für die Versicherungsbranche hierzulande.

 

Zur Umfrage: Insgesamt nahmen 406 Sauenhalter und Schweinemäster bis Ende Februar 2019 an der nicht repräsentativen Befragung teil. 170 von ihnen beantworteten alle Fragen vollständig.

Schweinepest · Deutscher Bauernverband · R+V · Umfrage
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