Schlu­ckebier rät Kunden bei LV-Problemen zur Kontaktaufnahme mit seiner Stelle
Schlu­ckebier rät Kunden bei LV-Problemen zur Kontaktaufnahme mit seiner StelleQuelle: S. Hofschlaeger / www.pixelio.de / PIXELIO
Märkte & Vertrieb

Ombudsmann: "Bei gebrochenen LV-Verträgen kommen erfahrungsgemäß Berechnungsfehler vor"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wilhelm Schlu­ckebier ist der neue Ombuds­mann für Versicherungen. In einem Interview mit Verbraucherschützern erklärt er, warum sich Kunden mit ihren Lebensversicherungsproblemen an ihn und sein Team wenden können und sollten.

Wenn ein Kunde mit seiner Auszahlung in der Lebensversicherung unzufrieden ist, dann soll er sich an den Ombudsmann wenden, erklärt Schluckebier gegenüber test.de. Er und sein Team würden prüfen, ob "die Ablauf­leistung im Vergleich zu früheren Prognosen angesichts der vom Versicherer angegebenen Zins­entwick­lung rechnerisch plausibel ist". Er erklärt, dass vor allem bei Verträgen mit sogenannten gebrochenen Verläufen, also Vertrags­änderungen oder Beitrags­frei­stel­lungen, "erfahrungs­gemäß Berechnungs­fehler vorkommen".

 

Für einen Verbraucher wäre das schwierig nachzuvollziehen: "Es kann sehr aufwendig sein, dies versicherungs­mathematisch nach­zuvoll­ziehen, etwa anhand von Über­schuss­deklarationen und Ansamm­lungs­zins­sätzen und Genehmigungs­daten des betreffenden Geschäfts­plans."

 

Der Ombudsmann hat zudem ein Ass im Ärmel: "Wir bekommen Einblick in die Vertrags­daten und Berechnungs­formeln mit Zahlen­werten. Diese Daten müssen Versicherer nach der Recht­sprechung nicht ohne Weiteres offenlegen, uns gegen­über aber schon (Paragraf 8 Verfahrens­ordnung)."

 

Ob die Beschwerde zu einer Nach­zahlung führt, hänge "vom Einzel­fall ab". Generell rät der Ombudsmann den Verbrauchern zur Kontaktaufnahme mit seiner Stelle. Fälle würden meist inner­halb von drei Monaten entschieden "und das in verständlicher Sprache". Wenn eine Beschwerde keinen Erfolg habe, "wird mit einfachen Worten erklärt, warum das so ist". Im Jahr 2018 gab es gut 14 000 zulässige Beschwerden.

Wilhelm Schlu­ckebier
Wilhelm Schlu­ckebierQuelle: Ombudsmann
Versicherungsombudsmann
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