Gerd Glaeske
Gerd GlaeskeQuelle: Uni Bremen
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"Privatversicherte zahlen relativ gesehen einen geringeren Beitrag für die Pflege als gesetzlich Versicherte"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Gibt es bald die Zusammenlegung von privater und staatlicher Pflege? Das jedenfalls fordert der Bremer Gesundheitswissenschaftler Gerd Glaeske. Trotz Anpassungen sei die Pflege nach wie vor unterfinanziert.

Die Pflege wird immer teurer, dass sieht auch Glaeske so: "Die nächste Beitragserhöhung wäre schon längst fällig gewesen", erklärt der Experte. Die Anhebung auf 3,05 Prozent zu Jahresbeginn reiche nicht aus, um die Pflegeversicherung zu stabilisieren, sagte er gegenüber der Saarbrücker Zeitung. Nach seiner Meinung müsste der Beitrag "schon jetzt um 0,15 bis 0,2 Prozentpunkte höher liegen".

 

Vor dem Hintergrund der steigenden Kosten forderte er eine "Neukonzeption". Sich bei der Finanzierung nur auf zusätzliche Steuermittel zu konzentrieren, sei zu "kurz gegriffen". Es müsse die die Systemfrage gestellt werden.

Gerd Glaeske
Gerd GlaeskeQuelle: Uni Bremen

Derzeit sind laut Glaeske gesetzliche und private Pflegeversicherung streng getrennt, "obwohl ihre jeweiligen Leistungen identisch sind". Allerdings würden PKV-Mitglieder weniger einzahlen als ihr gesetzlicher Gegenpart: "Gemessen an ihrem Einkommen zahlen Privatversicherte aber relativ gesehen einen geringeren Beitrag für die Pflege als gesetzlich Versicherte. Diese Ungleichheit lässt sich nur durch eine Zusammenlegung beider Systeme beenden."

 

Damit wäre die Pflegeversicherung "insgesamt nachhaltiger finanziert, als das jetzt der Fall ist", glaubt der Pflegeexperte.

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