Mario Greco
Mario GrecoQuelle: Zurich
Unternehmen & Management

Zurich sieht sich bei Kostensenkung im Plan

Von Sabine T. RuhTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Mario Greco, Group Chief Executive Officer von Zurich Insurance Group, fasst auf der Generalversammlung 2019 Anfang April zufrieden zusammen: "Wir sind auf gutem Weg, um alle für den Dreijahreszyklus angestrebten Finanzziele für den Zeitraum von 2017 bis 2019 zu erreichen und in einigen Fällen sogar zu übertreffen."

So läge man über dem Eigenkapitalrenditeziel von 12 Prozent. Bei den Nettokostensenkungen von 1,5 Milliarden Dollar – vorgenommen im Jahr 2016 - sei das Unternehmen im Zeitplan. Bis Ende 2018 sollen rund 1,1 Mrd. Dollar eingespart worden sein. Es ist nach Unternehmensinformationen geplant, die restlichen 400 Mio. Dollar allein in diesem Jahr einzusparen. Die angestrebten Mittelzuflüsse von über 9,5 Mrd. Dollar würden sogar übertroffen werden: "Diese ausgezeichneten Ergebnisse steigerten den Betriebsgewinn um 20 Prozent auf 4,6 Mrd. Dollar."

Dividende erhöht

Trotz teurer Naturkatastrophen zahlt Zurich eine Dividende von 19 Schweizer Franken und damit ein Franken mehr als im Vorjahr. Schon im Februar war diese Dividenenhöhe veröffentlicht wurden. Greco wurde dazu in Presseberichten mit der Aussage "Wir erwarten, dass das die neue Untergrenze ist. Wir erwarten keine Reduktion," zitiert. Die 19 Franken seien im Vergleich zur Branche und anderen Schweizer Unternehmen eine der höchsten Dividenden: "Das bedeutet auch,“ so Greco weiter, "dass Zurich eine der höchsten Aktionärsrenditen innerhalb unserer Branche hat. Seit März 2016 betrug die Aktionärsrendite 80 Prozent." Für Greco hat "Zurich fundamentale Fortschritte erzielt. Unsere finanzielle Performance ist solide und nachhaltig."

Vergütungsberichte genehmigt

Auf der Generalversammlung wurde zudem Michel M. Liès erneut zum Präsidenten des Verwaltungsrats für ein weiteres Jahr wie auch die anderen sieben, zudem mit Jasmin Staiblin, Michael Halbherr und Barry Stowe drei neue Mitglieder gewählt. 88,2 Prozent der anwesenden Aktionäre sprachen sich für den Vergütungsbericht 2018 aus. Sie genehmigten auch die maximale Gesamtvergütung des Verwaltungsrats von 4,89 Mio. Franken bis zur nächsten Generalversammlung mit 97,5 Prozent.

 

Die Aktionäre stimmten zudem einer maximalen Gesamtvergütung für die Konzernleitung von 74,7 Mio. Franken für das Geschäftsjahr 2020 mit 90,1 Prozent zu. Genehmigt wurden auch der Lagebericht und Jahres- und Konzernrechnung. An der Generalversammlung in Zürich waren 68,6 Prozent der stimmberechtigten Aktien vertraten. In seiner konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Generalversammlung bestätigte der Verwaltungsrat Christoph Franz als Vizepräsidenten.

 

Durch harte Abbaumaßnahmen, die den Rückzug aus ganzen Märkten und den Abbau hunderter Stellen zur Folge hatten, will Zurich wieder in ruhiges Fahrwasser kommen. Zudem locken die Dividendenrenditen. Kein Wunder, dass Marktbeobachter die Aktie aktuell überwiegend als Kauf bewerten.

Zurich · Mario Greco
Auch interessant
Zurück
06.05.2019VWheute
Kfz-Rabatt­schlacht: Was gekaufte Listen­plätze wirk­lich bringen Das Internet steigert angeblich die Transparenz auf dem Versicherungsmarkt. Dabei …
Kfz-Rabatt­schlacht: Was gekaufte Listen­plätze wirk­lich bringen
Das Internet steigert angeblich die Transparenz auf dem Versicherungsmarkt. Dabei müssen die Unternehmen viel Geld an Google und an die Vergleichsportale zahlen, um überhaupt sichtbar zu sein. Lohnt sich dieser …
25.04.2019VWheute
"Ein gutes Gehalt ist die Basis" In Deutschland sind die Einkommensunterschiede zwischen den Regionen weiterhin sehr hoch. Dabei verdienen …
"Ein gutes Gehalt ist die Basis"
In Deutschland sind die Einkommensunterschiede zwischen den Regionen weiterhin sehr hoch. Dabei verdienen vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in der Versicherungsbranche verdienen überdurchschnittlich gut. Welche Rolle das Gehalt bei der …
10.04.2019VWheute
Wieso Versi­cherer als Arbeit­geber unter­schätzt werden Die arbeitnehmerstarken Zeiten der Versicherungsbranche sind schon länger vorbei - Anfang der…
Wieso Versi­cherer als Arbeit­geber unter­schätzt werden
Die arbeitnehmerstarken Zeiten der Versicherungsbranche sind schon länger vorbei - Anfang der 1990-er Jahre waren etwa eine viertel Million Menschen bei Versicherungen beschäftigt. Aktuell, über 25 Jahre später, sind …
10.04.2019VWheute
Bafin geneh­migt Run-off der Gene­rali Leben an Viri­dium Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat den Verkauf der Generali …
Bafin geneh­migt Run-off der Gene­rali Leben an Viri­dium
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat den Verkauf der Generali Leben an Viridium genehmigt. Demnach seien die Finanzaufseher davon überzeugt, dass im Falle des geplanten Erwerbs der Generali …
Weiter