Thomas Bischof, Vorstandsvorsitzender der Württembergische Versicherung
Thomas Bischof, Vorstandsvorsitzender der Württembergische VersicherungQuelle: mv
Unternehmen & Management

Württembergische und Axa XL künftig gemeinsam unterwegs

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Thomas Bischof ist ein Filou. Kein Wort ließ der Vorstandsvorsitzende der Württembergische Versicherung bei der Präsentation der Unternehmenszahlen am letzten Freitag über die Kooperation mit Axa XL verlauten. Dabei berührte die Diskussion zwischen Vorstand und Presse auch die Punkte, die mit der Kooperation angegangen werden sollen.

Beim Pressegespräch nach der Bilanzpressekonferenz war das Produktangebot ein diskutiertes Thema. Es kam die Frage auf, ob das Versicherungsunternehmen nicht schlanker werden müsse oder sollte, ob also bestimmte Geschäftsbereiche zur Disposition stünden. Als Beispiel wurde die Krankenvollversicherung genannt, doch Bischof winkte mit Hinweis auf die Zuwachsraten in diesem Bereich sofort ab.

 

In die Notwendigkeit der Schließung bestimmter Geschäftsfelder wollte sich Bischof auch von Teilen der Pressevertreter nicht hineindiskutieren lassen. Doch er erklärte ebenfalls, dass bestimmte Dienstleistungen mit Hilfe eines Partners vielleicht besser angeboten werden können als das allein möglich sei. Mit Sicherheit dachte er bei diesem Satz bereits an die Partnerschaft mit XL, denn die Kooperation beinhaltet genau diesen Gedanken.

 

Der Sinn der Zusammenarbeit

 

Mit der Kooperation mit Axa XL können die Württembergische Versicherung und die Württembergische Vertriebspartner GmbH ihren Kunden künftig auch internationale Versicherungs- und Vorsorgelösungen anbieten. Das schreibt das Unternehmen in der Pressemitteilung und widerholt damit praktisch Bischofs Worte.

 

Die Erfahrung und Flexibilität auf internationalen Märkten von XL komme ab sofort auch den Versicherten der Württembergische zugute, die sich ohnehin als Partner des Mittelstands versteht. Beide Kooperationspartner würden zudem dieselben Eigenschaften einen, beispielsweise finanzielle Stärke, Service-Qualität und Kundennähe.  

 

Das Wort der Kundenähe ist ein weiterer Punkt, der auch auf der Pressekonferenz Thema war. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden des Gesamtkonzerns, Jürgen A. Junker, wies Bischof mehrmals darauf hin, dass das Unternehmen Partner des Mittelstands sei und diese Verbindung mit strategischen Investitionen weiter ausbauen wolle.

 

Der Vorteil bei der Kooperation mit XL sei, dass sich Vermittler und ihre Kunden keine Gedanken mehr zu machen bräuchten, wenn plötzlich internationale Versicherungslösungen gefragt seien.

 

Das zielt wohl besonders auf die gewerblichen, mittelständischen Kunden des Unternehmens ab, denn ein Privatkunde benötigt selten internationale Versicherungslösungen. Ein Vorteil für die Kunden sei es, dass sie bei der Württembergischen als "vertrauten Versicherungspartner" bleiben und gleichzeitig von der Internationalität der Axa XL profitieren könnten.

 

Apropos Axa (Deutschland), es ist eine interessante Frage, wie der Versicherer auf die Kooperation reagiert. Schließlich ist W&W ein direkter Konkurrent auf dem hiesigen Markt, sowohl bei den Versicherungen wie auch im Bereich Baufinanzierungen. Doch Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft.

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