Huk-Coburg CEO Klaus-Jürgen Heitmann präsentiert den neuen Telematik-Sensor
Huk-Coburg CEO Klaus-Jürgen Heitmann präsentiert den neuen Telematik-SensorQuelle: Alexander Kaspar
Schlaglicht

Huk wehrt Allianz Angriff ab und vergrößert Kfz-Marktanteil

Von Alexander KasparTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Immer noch die Nummer eins. Mit Beitragseinnahmen von 7,7 Mrd. Euro (+ 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), einem Bestand von nunmehr zwölf Mio. Fahrzeugen (+ 2,7 Prozent) und einem Jahresüberschuss vor Steuern von plus 10,1 Prozent auf 565 Mio. Euro hat der oberfränkische Kraftfahrzeug-Spezialist Huk Coburg erneut seine Spitzenstellung im Wettbewerb der Kfz-Versicherer verteidigt.

Das gab der Vorstand auf der Jahresbilanzpressekonferenz in München bekannt. Auch im Bereich Leben legte das Neugeschäft nach Bruttobeitragssumme auf gut 1,3 Mrd. Euro zu, wie auch die Beitragseinnahmen in der Krankenversicherung mit einem Zuwachs von 4,4 Prozent glänzen. Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, dass ab den 4. April ein neuer Telematik-Tarif, "Telematik Plus", verfügbar ist – und zwar für alle Altersgruppen.

 

Anteile dazugewonnen

 

Der "Gelbe Riese" aus Coburg hat gut lachen: Eine Marktoffensive des Hauptkonkurrenten Allianz konnte abgewehrt werden. Die Münchener haben das erklärte Ziel, die Huk im deutschen Kfz-Versicherungsmarkt von Platz eins zu verdrängen.

 

Der Angriff wurde nicht nur vereitelt, es konnten sogar Marktanteile hinzugewonnen werden, wie Vorstandssprecher Klaus-Jürgen Heitmann ausführte: "Unter dem Strich können wir mit dem Neugeschäft, der Bestands- und der Ergebnisentwicklung sehr zufrieden sein. Das Jahr 2018 verlief rundum positiv für unser Unternehmen. Wie im Vorjahr haben wir zum Teil sogar unsere eigenen Ziele übertroffen."

 

Das hat zum Teil auch mit dem außergewöhnlich trockenen Sommer, sowie dem ausgebliebenen Hagelniederschlägen zu tun, wie Heitmann konkretisierte. In der Kfz-Versicherung, der wichtigsten Sparte des Konzerns, stiegen die Bruttobeitragseinnahmen um 4,7 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro. Mit über 1,3 Mio. neu versicherter Fahrzeuge lag das Neugeschäft hier zum zehnten Mal in Folge bei über einer Mio. versicherter Kfz im Bestand.

 

Ganz besonders stolz ist der Vorstand auch auf eine Schaden-Kostenquote im Schaden-/Unfallgeschäft von 90,7 Prozent und 93,7 Prozent im Segment der Kfz-Versicherung. Einen deutlichen Prämienanstieg verzeichnet die Huk zudem bei Haftpflicht, Unfall- und Sachversicherungen. Ein Plus von 5,4 Prozent auf 919 Mio. Euro und ein Bestandszuwachs von plus 3,2 Prozent markiert diese Position. Wie dieses Zahlenwerk zu interpretieren ist, welche Einmaleffekte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 gewirkt und wie sich die weiteren Konzernbereiche entwickelt haben, erklärt Heitmann HIER im Video.

 

Auch für das bereits angelaufene Geschäftsjahr 2019 signalisiert das Vorstandsteam um Klaus-Jürgen Heitmann weiter positive Trends: "Sowohl in der Kraftfahrtversicherung als auch in den Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungen herrscht lebhafte Nachfrage", vermeldet das Unternehmen.

 

Nach den sehr positiven Erfahrungen mit Telematiktarifen für junge Fahrer wird die Huk ab heute als einer der ersten Versicherer in Deutschland ein Telematikprodukt für alle Altersgruppen auf den Markt bringen. Hier sind Beitragsnachlässe von bis zu 30 Prozent möglich, vorbildliches Fahren vorausgesetzt. Überwachen will die Huk das mit einem neuen Sensor, der als "elektronischer Beifahrer" die wichtigsten Fahrmanöver registriert. Dazu wurde ein zweistelliger Millionenbetrag in die Hand genommen.

 

Mit welchen Erwartungen die Nummer eins der deutschen Autoversicherer auf das sich langsam abzeichnende Geschäftsjahr 2019 blickt erläutert der Vorstand im Video.

Huk-Coburg · Klaus-Jürgen Heitmann
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