Rüdiger Bach, Bereichsvorstand bAV der R+V Versicherung
Rüdiger Bach, Bereichsvorstand bAV der R+V VersicherungQuelle: Condor
Politik & Regulierung

"Die Politik hat unterstrichen, dass die bAV für viele Arbeitnehmer unverzichtbar für Altersversorgung geworden ist"

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wenn heute in Berlin wieder führende Versicherungsköpfe und Politik zusammenkommen, um in den nächsten drei Tagen auf der 20. Handelsblatt Jahrestagung über die Zukunft der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) diskutieren, geht es neben der Debatte um die Doppelverbeitragung in der bAV auch um die politischen Pläne eines Rentenreformprogramms. Die Versicherer zeigen sich indes optimistisch: "Vor allem mit dem BRSG gibt es viele neue Impulse, die bAV stärker zu verbreiten. Das wird mittel- und langfristig zu einem guten Wachstum führen", betont Rüdiger Bach, Bereichsvorstand bAV der R+V Versicherung, im Exklusiv-Interview mit VWheute.

Die R+V ist im bAV Geschäft sehr aktiv, Versorgungswerk Presse, Uni-Rendite, Zielrenten Prodkut Erweiterung Index Invest, wie zufrieden sind sie mit der Entwicklung des bAV-Geschäftes in ihrem Haus?

Sehr zufrieden. Wir sind mit einem Marktanteil von mehr als 25 Prozent im Neugeschäft einer der beiden Top-Anbieter. Wir haben viel Neues auf den Weg gebracht, beispielsweise neue Produkte wie die Zielrente und eine neue chancenorientierte Direktversicherung, beides mit unserer Schwester Union Investment. Wir haben Prozesse vereinfacht und verschlankt. Und zusätzlich haben wir in diesem Jahr mit dem Rollout unseres vollkommen neuen bAV-Portals begonnen.

Sehr zufrieden. Wir sind mit einem Marktanteil von mehr als 25 Prozent im Neugeschäft einer der beiden Top-Anbieter. Wir haben viel Neues auf den Weg gebracht, beispielsweise neue Produkte wie die Zielrente und eine neue chancenorientierte Direktversicherung, beides mit unserer Schwester Union Investment. Wir haben Prozesse vereinfacht und verschlankt. Und zusätzlich haben wir in diesem Jahr mit dem Rollout unseres vollkommen neuen bAV-Portals begonnen.

Unser klares Ziel ist, dass wir unser ertragreiches Wachstum fortsetzen. Die Basis dafür ist eine konsequente Kundenorientierung. Die Grundlagen mit Prozessen, Produkten und Technik haben wir 2018 gelegt. 2019 machen wir damit weiter. Wir können dabei die Vorteile eines großen und erfahrenen bAV-Anbieters ausspielen.

Ist ihre vertriebliche Ausrichtung innerhalb des R+V Konzerns ein Vor- und Nachteil im bAV-Geschäft?

Unser Bankenvertrieb ist ein riesiger Vorteil. Hier sind wir unseren Hauptkunden, den Kleinbetrieben und Mittelständlern, besonders nah. Außerdem haben wir bundesweit 300 bAV-Experten, die auch Großkunden optimal beraten können. Ein solches Expertennetzwerk quer über der Republik ist ein riesiger Vorteil für uns und auch für unsere Kunden.

Rechnen Sie damit, dass die bAV künftig das wichtigste Produkt im Bereich der Altersvorsorge bei der R+V wird?

Die bAV wird weiter wachsen und ist schon jetzt bei der R+V die zweitgrößte Sparte im Segment der Lebensversicherung. Aber auch die anderen Sparten sind enorm wichtig und tragen zu einem ausgeglichenen und soliden Wachstum auf breiter Basis bei.

Man hat den Eindruck, das bAV-Geschäft in Deutschland kommt nicht recht aus den Puschen, täuscht das?

Die Verbreitung wächst zwar nicht ganz so stark wie die Anzahl der Beschäftigten. Aber der Gesetzgeber hat bereits viel getan. Vor allem mit dem BRSG gibt es viele neue Impulse, die bAV stärker zu verbreiten. Das wird mittel- und langfristig zu einem guten Wachstum führen.

Die Veranstaltung hat einige politische Hochkaräter zu bieten, zudem gibt es einige Vorschläge der Politik für die bAV. Wird das Produkt durch den politischen Zuspruch an Bedeutung gewinnen?

Die Politik hat unterstrichen, dass die bAV für viele Arbeitnehmer unverzichtbar für Altersversorgung geworden ist. Viele Verbesserungen wurden im BRSG ergriffen. Es gibt zwar noch einiges, was gemacht werden kann. Aber generell sind die Voraussetzungen gut.   

Die gesetzliche Rentenversicherung mit ihrem Umlageverfahren kann allein keine vollständige Altersversorgung bieten. Die betriebliche Altersversorgung mit ihrem Kollektivgedanken ist ein hervorragendes Mittel, um das Versorgungsniveau aufzustocken.

Geben Sie bitte eine Prognose ab, wie sich die bAV in Deutschland entwickeln wird

Sie wird ganz klar weiter wachsen und an Bedeutung gewinnen.

betriebliche Altersvorsorge · bAV · Rüdiger Bach · R+V
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