Vorsicht vor Autodieben
Vorsicht vor AutodiebenQuelle: Hasan Anac / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Amtsgericht Frankfurt: Kein Versicherungsschutz bei "Relay Attack" oder "Jamming"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Ein Hausratversicherer muss nicht für gestohlene Gegenstände aus einem Auto aufkommen, wenn keine Aufbruchspuren nachweisbar sind. Dies gilt auch für die Annahme, dass Diebe den Verriegelungsmechanismus elektronisch manipuliert haben könnten. Dies hat das Amtsgericht Frankfurt am Main mit Urteil vom 18. Februar 2019 entschieden (Az.: 32 C 2803/18 (27).

Im vorliegenden Fall hatte ein Autobesitzer von seinem Hausratversicherer rund 3.000 Euro gefordert, weil unbekannte Täter aus seinem abgestellten Fahrzeug mehrere Gegenstände gestohlen hatten. Das Problem dabei: Es konnten keinerlei Aufbruchspuren nachgewiesen werden. Das Amtsgericht Frankfurt am Main wies die Klage hingegen ab und begründete seine Entscheidung damit, dass nur der Einbruchsdiebstahl versichert sei, bei dem auch Spuren am Fahrzeug feststellbar seien. Zwar gebe es auch die Möglichkeit, dass die Täter mittels falscher Schlüssel oder anderer Werkzeuge das Fahrzeug aufbrechen konnten.

 

Allerdings habe der Autobesitzer einen Diebstahl mittels "Relay Attack" nicht nachweisen können. Damit fangen die Täter die Signale das Funksignal des Autoschlüssels auf, um das Fahrzeug wieder zu öffnen. Ebenso wenig habe der Fahrzeughalter beweisen können, dass das Auto tatsächlich verschlossen sei. Mittels "Jamming" wird die die Funkfernbedienung des Schlüssels so beeinflusst, sodass das Fahrzeug gar nicht abgeschlossen werde. Da dadurch das Fahrzeug offen bleibe, fehle es beim "Jamming" stets an der bedingungsmäßigen Voraussetzung für den Versicherungsschutz, da der Diebstahl aus einem verschlossenen Fahrzeug erfolgt sein müsse, begründeten die Amtsrichter ihr Urteil. Ein Versicherungsschutz sei in diesem Fall daher ausgeschlossen.

Hausratsversicherung · Kfz · Amtsgericht Frankfurt
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