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JustitiaQuelle: Thorben Wengert / PIXELIO (www.pixelio.de)
Unternehmen & Management

Millionenstreit zwischen Zurich und Swatch beschäftigt die Justiz

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Ein Millionenstreit zwischen der Zurich und dem Uhrenhersteller Swatch beschäftigt die Justiz. Nach einem Brand der Swatch-Fabrik im Schweizer Grenchen im Jahr 2013 will der Schweizer Versicherungskonzern nur einen Teil der Schadenssumme bezahlen.

Worum geht es konkret: Ende 2013 brannte eine Fabrik des Schweizer Uhrenherstellers in Grenchen nahezu völlig nieder. Während sich der Sachschaden auf rund 13 Mio. Franken beläuft, beziffert die Swatch-Gruoppe die Kosten für den Betriebsausfall auf etwa 110 Mio. Franken. Der betroffene Versicherer - die Zurich - zweifelt die Zahlen jedoch an, berichtet die Online-Ausgabe der Basler Zeitung. Ein Freiburger Schadenexperte kam nun zu dem Schluss, dass wegen des Brandes bei der ETA insgesamt 217.000 Uhrwerke nicht hätten produziert werden können. Dabei die Swatch-Gruppe von einem durchschnittlichen Verlust von gut 500 Franken pro nicht produziertes Uhrwerk aus.

 

Die Zurich will diese Berechnung allerdings nicht akzeptieren. Diese wiederum wirft dem Experten laut Bericht "fehlerhafte Berechnungen" mit "einer Vielzahl konzeptioneller Mängel" vor. So hatte der Versicherer lediglich 40 Mio. Franken überwiesen, nun fordert der Uhrenhersteller die restliche Summe. Die Swatch-Gruppe sei demnach der Ansicht, dass es sich dabei lediglich um eine Anzahlung handele und dass die Zurich damit Schadenberechnung anerkenne. Der Versicherer selbst sieht nach Aussage seines Rechtsbeistandes die Anzahlung hingegen schlicht als Zeichen, dass sie sich einer Entschädigung nicht grundsätzlich verschließen würde. Nun wird wohl das kantonale Handelsgericht in Bern in dieser Sache entscheiden müssen.

Zurich · Swatch
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