Kundengelder müssen angelegt werden
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Unternehmen & Management

Blum-Barth: "Nach Marktwerten betreue ich rund 24 Milliarden Euro"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wie ist es, die Verantwortung für 28 Mrd. Euro zu tragen? Peter-Henrik Blum-Barth, Hauptabteilungsleiter Kapitalanlage Liquide Assets bei SV Sparkassen Versicherung hat über Verantwortung und Anlagestrategien in einem Interview mit einem Bank-Magazin gesprochen.

Die genannten Anlagegelder stammen aus der Lebens- und Schaden-Unfallversicherungen, die die SV treuhänderisch verwaltet. "Nach Marktwerten betreue ich rund 24 Mrd. Euro. Hinzu kommen rund vier Mrd. Euro, die mein Kollege in illiquide Investments anlegt", erklärt Blum-Barth gegenüber dem Private-Banking Magazin.Am Zinsträgerdirektbestand werde festgehalten, dieser komme auf einen Marktwert von derzeit rund 15 Milliarden Euro. Es werden nicht alles im Haus geregelt, sondern auch externe Asset-Manager beauftragt. "Wir haben unter anderem Asset-Management-Mandate für Aktien in den Regionen Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik vergeben", erklärt Blum-Barth. Hinzu kommen laut dem Manager zwei globale Mandate. Dabei werde zwischen quantitativen und fundamentalen Ansätzen gemischt. "Über unseren Masterfonds investieren wir darüber hinaus auch in Emerging Market Debt, Unternehmens- und Hochzinsanleihen, Senior Loans sowie dänische Pfandbriefe."

 

Das Unternehmen riskiere bei der Anlage mittlerweile mehr. Auf das Chance-Risiko-Portfolio entfalle heute etwa ein Drittel unserer Kapitalanlagen. Ursprünglich lag der Anteil bei etwa zehn Prozent. Blum-Barth hat auch einen Ersatz für Bundesanleihen gefunden. Er setzt "auf Pfandbriefe aus Kerneuropa". Als wichtig betrachtet es der Manager, bei Assets auf die Eigenkapitalunterlegung zu achten. "Die Fähigkeit, Aktivreserven zu thesaurieren, ist Grundvoraussetzung für eine ertragreiche strategische Asset-Allokation und ein flexibles Währungsmanagement." Die Thesaurierung von Aktivreserven führe ferner zu einer verbesserten Solvenzquoten.

Sparkassenversicherer · Kapitalanlagegeschäft · Peter-Henrik Blum-Barth
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