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Lloyd's schreibt erneut Milliardenverlust

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Versicherungsmarkt Lloyd's of London hat im vergangenen Jahr erneut einen Verlust von etwa einer Mrd. Pfund (2017: 2,0 Mrd.) eingefahren. Wesentlicher Grund für den erneuten Verlust sei die "kostenintensive" Belastung aus Naturkatastrophen mit Schadenzahlungen über 19,7 Mrd. Pfund.

Insbesondere die Hurrikane "Florence" und "Michael", Taifun "Jebi" in Japan sowie die kalifornischen Waldbrände haben mit einer Schadenbelastung von 2,9 Mrd. Euro hinterlassen.  Die Schaden-Kostenquote lag im vergangenen Jahr bei 104,5 Prozent (2017: 114,0 Prozent). Dennoch sieht der Versicherungsmarkt seine finanzielle Position gestärkt. So stieg die Gesamtvermögenssumme um neun Prozent auf 118,0 Mrd. Pfund. Die Nettoressourcen von Lloyd's nahmen um zwei auf 28,2 Mrd. Pfund zu. Das Zentralvermögen von Lloyd's stieg zudem um acht Prozent auf 3,2 Mrd. Pfund.

 

Zudem habe Lloyd's nach eigenen Angaben seinen Kurs der Performance-Optimierung weiter fortgesetzt. Dies habe dazu geführt, dass fast 3,0 Mrd. Pfund an leistungsschwachem Geschäft den Markt verlassen hat. Gleichzeitig nahmen im letzten Jahr vier neue Syndikate ihren Geschäftsbetrieb auf. Mit einer neuen Gesellschaft in der belgischen Hauptstadt Brüssel sei Lloyd's zudem nach eigener Aussage für den EU-Austritt Großbritanniens ("Brexit") gerüstet.

 

"Die Gesamtergebnisse des Marktes für 2018 weisen eine Schaden-Kosten-Quote von 104,5 Prozent und einen Verlust von 1,0 Mrd. Pfund auf. Diese Performance entspricht nicht dem Standard, den wir von einem Markt mit dem Erbe und der Qualität von Lloyd's erwarten würden. Wir haben strengere Performance-Management-Maßnahmen umgesetzt, die auch in Zukunft die Art und Weise, wie wir unser Geschäft betreiben, prägen werden. Wir erwarten, dass diese Maßnahmen ab 2019 und in den kommenden Jahren zu einer schrittweisen Steigerung der Performance auf dem gesamten Markt führen", kommentiert Lloyd's-CEO John Neal die Geschäftsbilanz für 2018.

 

"In den letzten sechs Monaten haben wir Hunderte von Interessengruppen gebeten, uns Vorschläge für die Weiterentwicklung von Lloyd's zu unterbreiten, um so eine gemeinsame Vision für die Zukunft zu entwickeln. Eine Vorschau auf diese Vision wurde heute von uns veröffentlicht. Am1. Mai erscheint dann die vollständige Broschüre, in der die Zukunft von Versicherung auf dem Lloyd's Markt diskutiert wird", ergänzt Neal.

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