Uwe Ludka, Vorstandsvorsitzender der Itzehoer
Uwe Ludka, Vorstandsvorsitzender der ItzehoerQuelle: Itzehoer
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Itzehoer übertrifft eigene Wachstumserwartungen – der Chef nennt die Gründe

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Versicherer spricht von einem "gewaltigen Sprung" im zurückliegenden Jahr. Die Hürde von einer halben Milliarde Euro Beitragsvolumen wurde genommen, Zuwächse bei Umsatz und Bestand. Im Gespräch gab der Vorstandsvorsitzenden Uwe Ludka Auskunft über das Erreichte wie auch Kommendes.

Das Wachstum fiel nach Unternehmensangaben fast dreimal so hoch aus wie im Branchendurchschnitt. Es wurde beflügelt durch die Integration der ehemaligen Rechtsschutzsparte der Alte Leipziger mit rund 300.000 Verträgen und gut 60 Mio. Euro Jahresbeitragsvolumen. Es gab insgesamt einen       Beitragsanstieg um 19,6 Prozent auf 550,7 Mio. Euro, davon 6 Prozent organisch, also "ohne Zukäufe" und damit über die klassischen Vertriebswege. Die Mitarbeiteranzahl wurde von 695 auf 801 erhöht, weitere Einstellungen sind geplant.

 

Viele Themen, über die mit dem Vorstandsvorsitzenden der Itzehoer Uwe Ludka gesprochen gehört.

 

VWheute:  Ein sehr schöner Erfolg bei Wachstum und Beiträgen, woran machen Sie die Leistung fest, und wie entwickelte sich das Gesamtergebnis des Konzerns?

 

Uwe Ludka: Das Jahresergebnis nach HGB reduzierte sich von 15,2 Mio. Euro auf 6,4 Mio. Euro. Dies entspricht der Prognose- und Planrechnung des Vorjahres und liegt ausschließlich daran, dass wir der Eigenkapital ähnlichen Schwankungsrückstellung im Jahr 2018 26,9 Mio. Euro zuführen konnten und nicht – wie im Vorjahr – 9,8 Mio. Euro entnehmen mussten. Insofern ist betriebswirtschaftlich das Ergebnis des Jahres 2018 besser ausgefallen als im Vorjahr. 

 

VWheute: Es sind viele Erfolge zu bejubeln, beispielsweise bei Umsatz und Bestand. Gibt es auch Bereiche, in denen es einen Rückgang zu verzeichnen gab?

 

Uwe Ludka: Glücklicherweise in keiner Sparte. Selbst in der Lebensversicherung konnten die Beiträge und Bestände im schwierigen Zinsumfeld gehalten werden. Auch der Vertriebsweg Direkt verzeichnete eine Seitwärtsbewegung, was aufgrund der Marktsituation als gut zu bezeichnen ist.

 

VWheute: Sie schreiben in Bezug auf die Rechtschutzversicherung, bei der der zugekaufte Bestand der Alte Leipziger integriert wurde: "Umso erfreulicher ist für uns, dass es uns bereits gelungen ist, den Bestand zu stabilisieren und die Ertragssituation bis hin zum Erreichen der Gewinnzone zu verbessern." Haben Sie die Zone erreicht oder stehen Sie kurz davor?

 

Uwe Ludka: Wir sind HGB-Bilanzierer und müssen bzw. dürfen im Gegensatz den IFRS-Bilanzieren Kaufpreise linear abschreiben. Die Schaden-Kostenquote ohne die Abschreibungen liegt im Jahr 2018 in der Rechtschutzsparte unterhalb von 100 Prozent, von daher ist die Gewinnzone erreicht.

 

VWheute: In diesem Jahr wollen Sie "erneut um 4,6 Prozent wachsen", wie lautet der Plan?

 

Uwe Ludka: Das Wachstum in diesem Jahr wird schwerpunktmäßig aus der Kraftfahrzeugsparte kommen. Der Umsatz im 1. Quartal lässt erwarten, dass wir dieses Ziel auch erreichen werden.

 

VWheute: Sehr erfreulich, dass Sie neue Mitarbeiter einstellen wollen. Brauchen sie diese, um den digitalen Wandel zu vollziehen. Wie lauten ihre Digitalpläne?

 

Uwe Ludka: Die Organisation und die Informatik sind die am stärksten wachsenden Abteilungen unseres Hauses. Wir sind bemüht, die Kommunikation mit unseren Partnern und Kunden/Mitglieder weitgehend auf technische Basis zu stellen und wesentliche Geschäftsprozesse voll zu automatisieren. Der Kunde bzw. unser Mitglied soll dabei schneller und sachgerechter über seine Anliegen informiert werden.

Itzehoer Versicherung · Uwe Ludka · Jahreszahlen · 2018
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