Philipp Gmür
Philipp GmürQuelle: Helvetia
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Philipp Gmür: "Neue Märkte haben wir nicht im Visier"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Helvetia hat im vergangenen Geschäftsjahr mit guten Bilanzzahlen glänzen können. Vorstandschef Philipp Gmür sieht sich daher "auf Kurs, unsere Finanzziele zu erreichen. Bei der Profitabilität, der Eigenkapitalrendite, der Dividendenausschüttung und auch der Solvenz ist Helvetia sehr gut unterwegs. Beim Geschäftsvolumen haben wir immer betont, dass die zehn Mrd. Franken als Ambition zu verstehen sind."

Kurzum: "Bei der Profitabilität, der Eigenkapitalrendite, der Dividendenausschüttung und auch der Solvenz ist Helvetia sehr gut unterwegs", konstatiert der Helvetia-Chef im Interview mit dem Finanzmagazin Moneycab. Dabei sieht der Versicherungsmanager große Fortschritte: "In unseren europäischen Ländermärkten ist die Konsolidierung der Versicherungsbranche noch nicht so weit fortgeschritten wie in der Schweiz. Wir betrachten das als Chance und möchten bei der Konsolidierung eine aktive Rolle übernehmen. Beim anorganischen Wachstum stehen vor allem Deutschland und Spanien im Fokus. Unsere internationalen Aktivitäten tragen zudem zur Diversifizierung unseres Geschäftes bei."

 

Neue Märkte habe die Schweizer Versicherungsgruppe indes "nicht im Visier. Falls sich die Möglichkeit eines Zukaufs ergibt, werden wir diese sicher prüfen. Allerdings wollen wir nicht um jeden Preis wachsen. Im Vordergrund steht die Profitabilität", betont Gmür. "Große Bedeutung haben dabei auch neuartige Angebote wie Cyber- oder Assistance-Deckungen sowie Kundenzugänge dort, wo unmittelbar ein Versicherungsbedürfnis entsteht, zum Beispiel am Verkaufspunkt von Konsumgütern", ergänzt der Helvetia-CEO. 

 

Dabei scheinen die Eidgenossen auch einen Blick auf Versicherungs-Start-ups geworfen zu haben. "Wir investieren mit unserem Venture Fund in Startups. Neben InsurTechs fokussieren wir uns auf Jungunternehmen, mit deren Geschäftsmodell sich eine Brücke zu unserem Geschäft schlagen lässt. Dazu gehören auch die erwähnten PropTechs. Bei jeder Investition streben wir eine operative Zusammenarbeit mit dem Startup an. Davon profitiert das Startup, zum Beispiel in Form von einem breiteren Kundenzugang, und Helvetia erschliesst sich so innovative Ansätze und neue Technologien", erläutert Gmür.

Philipp Gmür · Helvetia
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