Brexit-Pläne von Standard Life genehmigt
Brexit-Pläne von Standard Life genehmigtQuelle: Bernd Kasper  / www.pixelio.de / PIXELIO
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LV-Brexit-Pläne von Standard Life gerichtlich abgesegnet

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Brexit-Pläne von Standard Life sind gerichtlich genehmigt. Die deutschen und österreichischen Bestände können auf die Standard Life International DAC in Dublin übertragen werden. Die Übertragung wird bis zum 29. März abgeschlossen sein. An Standard Life hatte es wegen der Pläne harsche Kritik von Maklerpools und Verbraucherschützern gegeben.

Das oberste schottische Zivilgericht (Court of Session) hat dem Plan zugestimmt, die Verträge von der schottischen Standard Life Assurance Limited auf die irische Standard Life International DAC zu übertragen. Damit wurden die vom britischen Aufsichtsrecht vorgeschriebenen Vorgaben des Part VII-Transfers erfüllt. Vor der Entscheidung hatte das Gericht in den vergangenen Monaten "ausführlich geprüft", ob die Belange der Versicherungsnehmer "hinreichend gewahrt" sind.

 

Mit der Übertragung ist laut Unternehmen sichergestellt, dass die deutschen und österreichischen Kunden weiterhin - unabhängig von den noch ausstehenden politischen Entscheidungen zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union -  betreut werden können und ihnen die gewohnten Services zur Verfügung stehen werden. Nach der Übertragung der Bestände wird Standard Life mit mehr als 600.000 Verträgen von deutschen, österreichischen und irischen Kunden und einem voraussichtlichen Versicherungsvertragsvermögen von 26 Mrd. Euro wahrscheinlich der zweitgrößte irische Lebensversicherer sein.

 

Bafin bleibt Chefaufseher

 

Das Unternehmen weist darauf hin, dass sich am Schutz der Versicherten wenig ändern wird. Die Verwaltung und Betreuung der Verträge werden "weiterhin in Deutschland stattfinden". Nach der Übertragung gilt weiterhin deutsches Vertrags- und Steuerrecht. Auch die Rechtsaufsicht der BaFin bleibe unverändert bestehen. Ob das die Kritiker wie Blau-Direkt und die Verbraucherzentrale Hamburg beruhigen lassen, die befürchten, dass Versicherte Schutz einbüßen werden?

 

Das Unternehmen ist jedenfalls von der Richtig- und Wichtigkeit der Entscheidung überzeugt. "Heute ist ein bedeutender Tag für Standard Life. Wir haben in den vergangenen 36 Monaten intensiv an einer Lösung für unsere Kunden und Vertriebspartner gearbeitet, die für maximale Planungssicherheit sorgt. Ich freue mich sehr, dass wir die Genehmigung erhalten haben“, sagt Peter Tyson, zuständiger Brexit Programme Director bei Standard Life. "Bis zum 29. März werden wir die Übertragung abgeschlossen haben und sind damit pünktlich startklar."

Standard Life Deutschland · Brexit · Lebensversicherungsprodukte mit Garantieverzinsung
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