Christian Macht
Christian MachtQuelle: Element
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Christian Macht: "Element arbeitet an zahlreichen weiteren SHU-Produkten"

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Zusammenarbeiten ist ein Erfolg", sagte einst Ford-Gründer Henry Ford. An dem amerikanischen Geschäftsmann scheint sich das Insurtech Element orientiert und inspiriert zu haben, denn nach der Zusammenarbeit mit VW folgte jetzt eine Kooperation im KFZ-Bereich mit Intec. Näheres weiß Christian Macht, Generalbevollmächtigter von Element Insurance zu berichten.

VWheute: Wird Element mit VW und Intec jetzt zum KFZ-Kooperations-Versicherungsspezialisten, was macht den Reiz dieses Marktes aus?

Christian Macht: Die Versicherungslösungen, die wir zusammen mit Volkswagen Financial Services entwickelt haben, ähneln nur sehr bedingt den Lösungen, die wir zusammen mit Intec auf den Markt gebracht haben.

 

Das zusammen mit Intec entwickelte B2B-Produkt richtet sich an Gebrauchtwagenhändler. Es sichert Händler gegen den vorzeitigen Verlust der Funktionsfähigkeit von bestimmten Teilen des Kraftfahrzeugs ab. So verringert das Produkt das Sach-Risiko, dass Händler bei Garantiezusagen gegenüber ihren Käufern eingehen.

Zusammen mit Volkswagen Financial Services bieten wir innovative Kurzzeitlösungen, die Alltagsprobleme wie Verleih des eigenen Wagens an einen Drittfahrer, für Probefahrten oder Anmietung eines Mietwagens lösen. Diese Produkte richten sich vorrangig an Endkunden.

 

Gemeinsam ist beiden Lösungen, dass sie in die Plattformen unserer Partner eingebunden sind. Ebenso hätten unsere Partner diese sehr spezifischen Versicherungsprodukte nur eingeschränkt selbst entwickeln können. Wie diese Kooperationen mit Intec und Volkswagen Financial Services zeigen, ist der KFZ-Markt ein sehr spannendes Feld, wir entwickeln ähnliches in anderen Industrien und Märkten.

 

VWheute: In welche Bereiche wollen Sie mit ihren Partnerschaften vorstoßen, was sind die nächsten Ziele?

Christian Macht: Wir arbeiten derzeit mit unseren bestehenden sowie neuen Partnern an zahlreichen weiteren Sach-, Haftpflicht- und Unfallprodukten (SHU), die unserem Ansatz – innovative Versicherungslösungen auch für spitze Zielgruppen anzubieten – voll und ganz entsprechen.

 

VWheute: Die Investitionsrunde A wurde im Januar abgeschlossen, was sind die nächsten Schritte?

Christian Macht: Nachdem wir uns im vergangenen Jahr auf den Ausbau unserer technologischen Plattform konzentriert haben, gelingt es uns Dank dieser Vorarbeit nun, innerhalb von kürzester Zeit neue und moderne Produkte mit unseren Partnern auf den Markt zu bringen – während wir natürlich auch weiterhin die Plattform strategisch weiterentwickeln. Das Gesamtinvestment der Series A in Höhe von 29 Millionen Euro stützt diesen Ansatz.

 

VWheute: Ihre Unternehmensmutter Finleap hat gerade ein Investment von Ping An eingespielt, wie können Sie davon profitieren?

Christian Macht: Selbstverständlich profitieren auch wir von einem Ausbau des Netzwerks eines unserer wesentlichen Shareholder.

 

VWheute: Beobachten Sie die anderen Insurtechs am Markt, wie stehen die Jungunternehmen da?

Christian Macht: Die Entwicklungen in der Versicherungsindustrie werden derzeit durch Insurtech stark bestimmt. Wir sehen viele interessante Lösungsansätze für verschiedene Teile der Wertschöpfungskette, die die Industrie langfristig beeinflussen werden.

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