Allianz-Flaggen im Olympapark München
Allianz-Flaggen im Olympapark MünchenQuelle: Allianz
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Allianz Deutschland verkauft Allsecur an Mutterkonzern

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Neues Kapitel bei der Allianz: Die Deutschlandtochter hat ihren Direktversicherer Allsecure mit rund 750.000 Policen an die Muttergesellschaft verkauft. Damit solle die Grundlage für eine gemeinsame IT-Basis für die Allianz Direct geschaffen werden. Die Aktionäre sollen über den entsprechenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertag auf der Hauptversammlung im Mai abstimmen.

Wie das Handelsblatt berichtet, habe der Aufsichtsrat der Allianz SE dem Vertrag bereits zugestimmt. Damit erhält der Mutterkonzern Allianz SE den vollen Zugriff auf die Allsecure. Der Schritt scheint zumindest logisch, will der Münchener Versicherer mit der Allianz Direct in Deutschland, den Niederlanden, Italien und Spanien einen eigenen europäischen Direktversicherer an den Start bringen. Später sollen dann auch Frankreich, die Schweiz oder Österreich folgen.

 

Damit verfolgt die Allianz jedenfalls ihren Kurs einer Neuordnung in der Kompositsparte strikt weiter. Neben neuen Produkten, wie zum Beispiel einer Kurzzeitversicherung in Kooperation mit Daimler, hat die Deutschlandtochter der Allianz erstmals seit langem acht Jahren wieder im Kfz-Geschäft zugelegt. Die Basis dafür war unsere neue Autoversicherung, die wir im Herbst 2017 an den Markt gebracht haben", begründete Allianz-Deutschlandchef Klaus-Peter Röhler die Bilanz für das vergangene Jahr. Demnach stieg die Zahl der versicherten Fahrzeuge um 126.000 auf 8,6 Millionen (2017: 8,5 Millionen). "Der Schlüssel für diesen Erfolg liegt in der Neugestaltung der Produkte mit klarem Fokus auf dem Kundennutzen. Wir verringern die Komplexität und harmonisieren die Produktarchitektur.

 

Dabei dürfte die Allianz 2019 in dieser Sparte noch weiter zulegen. Bereits Anfang Januar hatte der Münchener Versicherer die Zurich-Anteile an der ADAC-Autoversicherung übernommen. Aktuell verfügt die ADAC Autoversicherung AG über einen Versicherungsbestand von rund 650.000 Policen. Der Produktstart der neuen Zusammenarbeit ist für den Herbst 2019 vorgesehen. Die Zielrichtung von Deutschlandchef Röhler für die kommenden drei Jahre scheint jedenfalls klar zu sein: "Unser Ziel in Deutschland ist es, deutlich stärker als der Markt zu wachsen". Ein Mittel dafür: Mehr "Einfachheit".

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