Rente
RenteQuelle: Bernd Kasper / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Renten steigen im Westen um 3,18 und im Osten um 3,91 Prozent

Von Manfred BrüssTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Auch in diesem Jahr profitieren die Rentner von der guten Lage am Arbeitsmarkt und den Lohnsteigerungen der Vergangenheit. Wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in Berlin mitteilte, werden die Renten zum 1. Juli um 3,18 Prozent in den alten Bundesländern und um 3,91 Prozent in den neuen Bundesländern angehoben. Entsprechend steigt der Rentenwert West auf 33,05 (32,03) Euro. Der Rentenwert Ost wächst auf 31,89 (30,69) Euro.

Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) erklärte, auch auf dem Weg zu gleichen Rentenwerten komme man 2019 gut voran. Der Rentenwert Ost steige auf 96,5 Prozent. Bis spätestens zur Rentenanpassung im Jahr 2024 werde der Rentenwert Ost zu 100 Prozent den des Westens erreichen. "Die gesetzliche Rente bleibt die zentrale Säule der Alterssicherung", sagte Heil. Das Rentenniveau wird mit der Rentenanpassung leicht auf 48,16 Prozent steigen. Nach den im Rentenpaket vereinbarte Haltelinien darf das Rentenniveau bis 2025 nicht unter 48 Prozent absinken. Heil bekräftigte sein Vorhaben, eine Grundrente einführen zu wollen, die diesen Namen auch verdiene. "Es geht um mehr Respekt vor der Leistung von Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben", erklärte Heil, dessen Pläne aber bei der Union auf Widerstand gestoßen sind.

 

Der Sozialverband Deutschland reagierte indes verhalten auf die Entscheidung des BMAS: "Es ist ein sehr positives Signal, dass die Rente um mehr als drei Prozent steigen soll. Gleichwohl reicht es nicht aus, das Rentenniveau nur bis zum Jahr 2025 zu stabilisieren. Nötig ist eine langfristige Niveausicherung bei 53 Prozent, um das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung zu stärken. Zudem sind Freibeträge für die gesetzlichen Renten erforderlich. Dies wäre sehr einfach umsetzbar und würde die Lebensleistung der Rentnerinnen und Rentner berücksichtigen, die lange im Niedriglohn gearbeitet haben und deshalb eine Rente unter dem Grundsicherungsniveau erhalten", SoVD-Präsident Adolf Bauer in einer Stellungnahme.

Rentenerhöhung · BMAS
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