Aufschwung in der Versicherungsbranche?
Aufschwung in der Versicherungsbranche?Quelle: fotoART by Thommy Weiss / PIXELIO (www.pixelio.de)
Märkte & Vertrieb

Versicherungschefs erwarten 2019 mehr Umsatz

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die große Mehrheit der Versicherungschefs blickt derzeit positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr. Laut aktuellem CEO Survey für den weltweiten Versicherungssektor des Wirtschafts- und Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers rechnen 84 Prozent der Befragten für 2019 mit einem Umsatzwachstum. Sorgen bereiten den CEO's hingegen die Regulierung sowie die momentanen politischen Turbulenzen.

Demnach sehen die befragten Versicherungschefs die wichtigsten Gründe für ihren Optimismus in einem organischen Wachstum des jeweiligen Unternehmens (72 Prozent), Effizienzsteigerungen (70 Prozent), neuen Produkte und Services (68 Prozent) sowie Kooperationen mit Start-ups (33 Prozent). Dabei betrachten 87 Prozent der Versicherungsmanager die künstliche Intelligenz (KI) als derzeit wichtigstes Zukunftsthema der kommenden fünf Jahre. Allerdings haben laut Umfrage erst 44 Prozent der Versicherungsunternehmen KI eingeführt. 36 Prozent der Befragten planen allerdings KI-unterstützte Technologien in den kommenden drei Jahren zu nutzen. Gleichzeitig glauben 89 Prozent der Befragten, dass KI-basierte Entscheidungen erklärbar sein müssen, um vertrauenswürdig zu sein. Mitverantwortlich für die Vertrauensbildung sei dabei auch die Politik. 

"Die meisten Versicherer agieren auf einem sehr soliden Fundament. Um weiteres Wachstum zu erzielen, müssen Effizienzmaßnahmen schnell umgesetzt werden. Dies geht einher mit einem teils grundlegenden Wandel des Geschäftsmodells."
Julia Unkel, Leiterin des Bereichs Insurance bei PwC Deutschland

Diese bereitet den Managern aktuell allerdings auch einige Sorgen. 47 Prozent der CEO's sehen derzeit in einer vermeintlichen Überregulierung die größte Sorge (2018: 62 Prozent). Die mit 30 Prozent der Nennungen zweitgrößte Sorge ist politischer Populismus (2018: 50 Prozent). Sorgen um die Zukunft der Eurozone machen sich dagegen nur zwölf Prozent (2018: 19 Prozent). Zudem erwarten immerhin 40 Prozent der befragten Versicherungsmanager in diesem Jahr ein besseres Weltwirtschaftswachstum. Im Vorjahr war es immerhin noch die Hälfte. 31 Prozent rechnen für 2019 mit einem gleichbleibenden Weltwirtschaftswachstum - sechs Prozent weniger als vor zwölf Monaten. 29 Prozent der Befragten rechnen in diesem Jahr hingegen mit sinkenden Wachstumsraten.

 

Demgegenüber scheint der deutsche Markt nach Ansicht der befragten Versicherungsmanager bereits weitgehend gesättigt zu sein. Lediglich vier Prozent der CEO's sehen in Deutschland noch die wichtigste Wachstumsregion. Zum Vergleich: 2018 waren es noch 25 Prozent. Das Ranking der wichtigsten Wachstumsregionen führen die USA mit 16 Prozent der Nennungen an (2018: 35 Prozent). Es folgen Großbritannien mit 14 Prozent (2018: 10 Prozent) und China mit 13 Prozent (2018: 19 Prozent). "Die geringeren Prozentwerte bedeuten nicht, dass die Sorgen abgenommen haben. Vielmehr verteilen sie sich dieses Jahr breiter als Anfang 2018 - unter anderem auf mögliche Folgen von Populismus wie Handelskonflikte und Protektionismus. Zudem sind Themen wie Klimawandel und daraus folgende Umweltschäden in den Blickpunkt gerückt", kommentiert Julia Unkel, Leiterin des Bereichs Insurance bei PwC Deutschland.

PwC · Versicherungswirtschaft
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