Konzernsitz des Rückversicherers in München
Konzernsitz des Rückversicherers in MünchenQuelle: Munich Re
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Munich Re will Aktien zurückkaufen - Gewinn soll 2019 auf 2,5 Mrd. Euro steigen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Munich Re will bis 2020 Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Euro zurückkaufen. Dies hat der Vorstand des Rückversicherers pünktlich zur heutigen Bilanzpressekonferenz beschlossen. Dies wäre bereits das dritte Aktienrückkaufprogramm in Folge.
Nach Angaben des Rückversicherers soll das neue Aktienrückkaufprogramm spätestens bei der nächsten Hauptversammlung am 2. Mai 2019 beschlossen werden und auf ein Jahr angelegt sein. Auf Basis des derzeitigen Kursniveaus wären dies eigenen Angaben zufolge rund 3,1 Prozent des Grundkapitals und entsprächen rund 4,6 Mio. eigenen Aktien. Die mit dem noch laufenden Rückkaufprogramm erworbenen Aktien sollen eingezogen werden. Immerhin: Nach dem "Katastrophen-Jahr" von 2017 meldete sich der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück für 2018 wieder zurück in der Erfolgsspur: Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Nettogewinn von fast 2,3 Mrd. Euro erwirtschaftet. Auch die weiteren Kennzahlen des Unternehmens deuten auf eine klare Erholung hin. Im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit wurde das Jahresziel mit 548 Mio. Euro deutlich übertroffen und Sorgenkind Ergo erreicht ein Jahresergebnis von 412 Mio. Euro. Gleichzeitig präsentierten sich die Märkte bei den Erneuerungsrunden im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Munich Re peilt 2019 mehr Gewinn und mehr Beitragseinnahmen an

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 peilt der Rückversicherer einen Gewinn von 2,5 Mrd. Euro an. Davon werden rund 2,1 Mrd. Euro im Geschäftsfeld Rückversicherung und rund 0,4 Mrd. Euro bei der Ergo erwartet, teilte die Münchener Rück am Dienstagabend mit. Zudem strebt der Konzern in diesem Jahr in der Rückversicherung Leben/Gesundheit eine verbesserte Schaden-Kostenquote von rund 98 Prozent an. Für die Ergo Deutschland peilt der Rückversicherer eine Combined Ratio von rund 93 Prozent, für die Ergo International eine Schaden-Kostenquote von rund 95 Prozent an. Zudem rechnet die Munich Re in diesem Jahr mit gebuchten Bruttobeitragseinnahmen von rund 49 Mrd. Euro. Davon sollen etwa 31 Mrd. auf die Rückversicherung sowie rund 18,5 Mrd. Euro auf die Ergo entfallen.

"2018 war ein erfolgreiches Jahr für Munich Re, das gute Ergebnis ist eine klare Bestätigung für unsere langfristigen und ehrgeizigen Ziele. Nach der deutlichen Gewinnsteigerung im zurückliegenden Jahr planen wir auch für dieses und nächstes Jahr steigende Gewinne" hin zu unserem mittelfristigen Gewinnziel von 2,8 Mrd. Euro im Jahr 2020. In der Rückversicherung verfolgen wir weiter unsere ambitionierten Wachstumsziele, bei ERGO zeigen sich deutlich die Erfolge des Strategieprogramms. Gleichzeitig reduzieren wir unseren internen Aufwand und treiben die digitale Transformation entschlossen voran. Munich Re ist auf Kurs."
Joachim Wenning, Vorstandsvorsitzender der Munich Re

Aufsichtsrat schlägt Nikolaus von Bomhard als neuen Vorsitzenden vor

Zudem gab die Munich Re bekannt, dass der Aufsichtsrat den ehemaligen Vorstandschef Nikolaus von Bomhard (62) für die Wahl in das Kontrollgremium vorgeschlagen hat. Im Falle seiner Wahl soll er als Nachfolger von Bernd Pischetsrieder für den Vorsitz des Aufsichtsrats vorgeschlagen werden. Ferner nominierte der Aufsichtsrat Karl-Heinz Streibich (65) erstmals als Kandidaten zur Wahl in den Aufsichtsrat. Zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat werden vorgeschlagen: Ann-Kristin Achleitner (53), Kurt Wilhelm Bock (60), Clement B. Booth (64), Benita Ferrero-Waldner (70), Ursula Gather (66), Gerd Häusler (67), Renata Jungo Brüngger (57) und Maximilian Zimmerer (60).
Munich Re · Rückversicherer · Aktienrückkaufprogramm
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