Beschädigtes Dach
Beschädigtes DachQuelle: Provinzial Nordwest
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"Eberhard" kostet Provinzial Nordwest rund 30 bis 40 Mio. Euro

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Vor rund einer Woche sorgte Sturmtief "Eberhard" in Deutschland für teils massive Schäden und Einschränkungen. Nun legen die Versicherer allmählich ihre Schadensbilanzen vor.  So rechnet allein die Provinzial Nordwest mit Schäden in Höhe von 30 bis 40 Mio. Euro. Die SV Sparkassenversicherung beziffert ihre Schadenbelastung in einer ähnlichen Höhe.

Besonders gravierende Folgen hatte "Eberhard" demnach vor allem in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Sachsen und Thüringen richtete das Sturmtief große Schäden an. Neben mehreren Verletzten kam im Hochsauerlandkreis ein Mann ums Leben, heißt es bei der Provinzial Nordwest. Für den öffentlichen Versicherer stelle "Eberhard" daher als klassischer Wintersturm ein mittelgroßes Ereignis dar. "Bisher wurden uns rund 18.000 Schäden in Höhe von 18 Mio. Euro gemeldet" erläutert Matthew Wilby, Vorstand Kunden- und Vertriebsservice des Provinzial Nordwest Konzerns.

 

In einer ähnlichen Größenordnung liegt die Schadenbelastung auch für SV Sparkassenversicherung. So beziffert der Stuttgarter Versicherer das Schadenvolumen auf etwa 30 Mio. Euro. Bislang seien rund 20.000 Schäden aus dem gesamten Geschäftsgebiet gemeldet worden. Regionale Schwerpunkte würden sich allerdings nicht ausmachen lassen, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Zum Vergleich: Orkan "Friederike" kostete die SV vor einem Jahr mit etwa 24.000 Schäden an Gebäuden und Autos rund 36 Mio. Euro.

 

Zudem rechnet allein die Gothaer mit rund 5.400 Schäden durch "Eberhard". Bislang seien bereits 800 Schäden mit einem zu erwartenden Schadenaufwand in Höhe von 1,3 Mio. Euro aufgenommen worden. Auch die Allianz dürfte das Sturmtief des vergangenen Wochenendes möglicherweise teuer zu stehen kommen. Demnach rechnet das Finanzmagazin Der Aktionär mit einer Schadenbelastung in einer Größenordnung von 60 bis 100 Mio. Euro. Damit dürfte die Schadensbilanz durch Sturmtiefs für den Münchener Versicherer in diesem Jahr bereits ähnlich hoch ausfallen wie 2018.

 

Insgesamt geht die Versicherungsbranche derzeit von einer Schadenbelastung durch "Eberhard" zwischen 500 und 800 Mio. Euro aus. Während der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) von Schäden "deutlich unter 500 Mio." ausgeht, rechnet der Versicherungsmakler Aon indes mit einer Größenordnung von 700 bis 800 Euro. Die versicherungsmathematische Beratungsfirma Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) aus Köln schätzt den versicherten Sachschaden hierzulande auf 600 Mio. Euro. Bereits vor mehreren Tagen sorgte Sturmtief "Bennet" nach Berechnungen von MSK für einen Schaden in Höhe von rund 200 Mio. Euro.

Sturmtief "Eberhard" · Provinzial Nordwest · SV SparkassenVersicherung
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