Leopoldsbrunnen, Statue von Leopold V., Bild aus dem Jahr 2011
Leopoldsbrunnen, Statue von Leopold V., Bild aus dem Jahr 2011Quelle: Leitzsche über Wikipedia
Politik & Regulierung

Standbild von Erzherzog Leopold V. sorgt für Versicherungsgezanke

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es ist kompliziert: Ein Standbild des Habsburgers thront über einem Brunnen in Innsbruck, es gehört dem Bund, die Wasserstelle allerdings der Stadt. Als Leo zur Restaurierung geschickt wurde, kam es zum Versicherungseklat.

Der Brunnen wurde restauriert, das Standbild zum aufhübschen nach Wien zu den Experten des Kunsthistorischen Museums (KHM) geschickt, die als Einheit des Bundes Eigentümer des Kunstwerks ist. Der zwölf Millionen Euro teure Bronzejungen ist damit eine Leihgabe an die Stadt, die bisher unversichert war, meldet die Zeitung Der Standard. Nachdem das Denkmal Wien bearbeitet wurde, musste ein neuer Leihvertrag nach modernen Standards abgeschlossen werden. Dieser sieht eine Versicherungspflicht vor, für die der Leihende aufkommen muss.  

 

Kopie da, Original weg

 

Versichern wollte die Stadt die Statute nicht, denn der Schutz ist teuer und die Gefahren offenbar überschaubar. Das KHM bot an, dass die Stadt alternativ die Vollhaftung übernehmen könne und biss erneut auf Granit. Stattdessen erwarb die Stadt eine 100.000 Euro schwere Kopie, das Original blieb im Wiener-Depot. Eine Schenkung wäre eine weitere Lösungsmöglichkeit gewesen, das wollte aber offenbar der Bund nicht, was anhand der Sachlage nachvollziehbar erscheint.

 

Die Frage ist, wem die Angelegenheit hilft. Die Statue wurde kostenintensiv restauriert, aber niemand außerhalb des Depots kann Leopold V. sehen. Den Brunnen in Innsbruck überragt eine Kopie, es entstanden Kosten in sechsstelliger Höhe. Laut der Zeitung sind vorliegende Eigentumsverhältnisse in Österreich keine Seltenheit.

Kunst · Österreich · Kunstversicherung
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