Was wollen die Anleger von ihrer Geldanlage
Was wollen die Anleger von ihrer GeldanlageQuelle: Claudia Hautumm / www.pixelio.de / PIXELIO
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Politische Unsicherheit lässt Deutsche in LV flüchten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Politiker verunsichern die Anleger. Dieser Schluss kann aus einer aktuellen Studie der Gothaer gewonnen werden. Ebenso sind weitere Gefahren ursächlich dafür, dass die Sicherheit bei den Anlegern an Bedeutung gewinnt.

Die politische Unsicherheit wirkt sich auf die Anleger hierzulande aus, zeigt die Studie. Fast ein Drittel der Deutschen geben an, dass das unklare politische Handeln ihre Anlageentscheidungen beeinflusst habe, im Vorjahr waren es 21 Prozent. Zunehmenden Einfluss auf das Anlageverhalten haben zudem die wirtschaftliche Lage in Deutschland (39 Prozent, Vorjahr 33 Prozent) sowie die Gefahr einer Inflation, die aktuell von 34 Prozent der Befragten wahrgenommen wird.

 

Mehr Sicherheit!

 

Die zunehmende Verunsicherung der Bürger führt zu einem stärkeren Sicherheitsbedürfnis: Für 57 Prozent der Befragten ist die Sicherheit das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer Geldanlage, 2018 waren es fünf Prozentpunkte weniger. Flexibilität spielt für 29 Prozent die wichtigste Rolle, eine möglichst hohe Rendite sehen 9 Prozent als entscheiden an. Dementsprechend steigen Investitionen in sicherheitsorientierte Instrumente wie Sparbücher, Bausparverträge und Lebensversicherungen wieder an.

 

Trotz allem bisher Gesagten werden Fonds ebenfalls beliebter. Mehr als jeder vierte Deutsche investiert mittlerweile in Fonds, im Jahr 2017 waren es 17 Prozent, 2018 20 Prozent. Bei der Fondsauswahl liegen Aktien- und Mischfonds mit je 40 Prozent weiter vorne, jeder fünfte Bundesbürger investiert auch in Rentenfonds.

 

"Dieses Ergebnis zeigt, dass viele Anleger die Bedeutung der Diversifizierung erkannt haben und Chancen und Risiken breiter streuen. Gerade Multi Asset Fonds können die Schwankungen des Börsenmarktes über eine breite Diversifikation ausgleichen, ohne auf Rendite zu verzichten. Ihr großer Vorteil ist, dass sie sich durch ihre vielen Standbeine an das wechselhafte Marktgeschehen erheblich besser anpassen können als reine Aktienfonds – durch die Streuung sinkt das Risiko“, kommentiert Christof Kessler, Vorstandssprecher der Gothaer Asset Management AG, das Ergebnis.

 

Zur Studie:

Gothaer Anlegerstudie 2019: Repräsentativen Studie zum Anlageverhalten der Deutschen, die die Gothaer Asset Management AG von der forsa Politik- und Sozialforschung im Januar 2019 bereits zum zehnten Mal durchführen ließ.  

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