USA - Ermittlungen gegen Trump wegen Versicherungsbetrug
USA - Ermittlungen gegen Trump wegen VersicherungsbetrugQuelle: Andreas Hermsdorf / www.pixelio.de / PIXELIO
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Ist US-Präsident Donald Trump ein Versicherungsbetrüger?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Dem Präsidenten der USA droht Ärger mit den Finanzbehörden. Das Department of Financial Services hat eine Zwangsvorladung an dessen langjährigen Versicherungsbroker Aon geschickt. Das ist oftmals der Startpunkt einer strafrechtlich relevanten Untersuchung.

Betroffen von den möglichen Verfehlungen ist das Trumps Family Business, ein Netzwerk aus verschieden Unternehmen, das in mehreren Sektoren der Wirtschaft tätig ist. Ursächlich für die Untersuchung sind wohl Aussagen von Michael D. Cohen, Trumps ehemaligem Anwalt und Mittelsmann, die dieser kürzlich gegenüber dem Kongress bei einer Befragung über die Geschäfte des US-Präsidenten tätigte. Trump soll laut Cohen Versicherungsgesellschaften bezüglich seiner Vermögenswerte getäuscht und falsche Vermögenswerte angegeben haben. Trump sei ein Betrüger, sagte der Anwalt.

 

Aon muss jetzt Unterlagen der letzten Jahre herausgeben, anhand denen die Vorwürfe geprüft werden. Das Unternehmen möchte mit den Behörden zusammenarbeiten. Auf Nachfrage von VWheute erklärte Aon, dass es momentan nichts Neues zu berichten gäbe und das Unternehmen bei neuen Entwicklungen zeitnah berichten werde. Derzeit scheint das Unternehmen nicht selbst im Fokus der Ermittler zu stehen.

 

Ermittlungen schwierig, aber nicht unmöglich

 

Das Department of Financial Services selbst hat keine Macht, um strafrechtliches Ermittlungsverfahren einzuleiten oder irgendwelche Hebel gegenüber Trump oder seiner Organisation. Sehr wohl kann sie aber Ergebnisse an Ermittlungsbehörden weiterreichen, beispielsweise an die Staatsanwaltschaft.

 

Als US-Präsident besitzt Trump gegenüber den Strafbehörden weitestgehend Immunität. Die amerikanische Verfassung untersagt es zwar nicht, einen amtierenden Präsidenten wegen eines Verbrechens anzuklagen.  Doch gilt es seit Jahrzehnten im Justizministerium die Praxis, dass ein Amtsinhaber nicht strafrechtlich verfolgt werden kann.

USA · Donald Trump · Versicherungsbetrug · Justiz
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