Telemedizin
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Politik & Regulierung

Bundesbürger sind offen für Telemedizin

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Deutschen scheinen den Möglichkeiten der Telemedizin durchaus offen gegenüberzustehen. Laut einer aktuellen Umfrage von YouGov im Auftrag der Nürnberger lehnen in der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen nur 28 Prozent eine fernmedizinische Beratung grundsätzlich ab. Bei den Befragten ab 55 Jahren waren es 42 Prozent.
Dabei scheint die telemedizinische Behandlung vor allem in der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen besonders gut anzukommen: 61 Prozent der Befragten können sich demnach vorstellen, diese in Anspruch zu nehmen. In der Altersgruppe der 35- bis 54-Jährigen sind es immerhin noch 54 Prozent. Und selbst 52 Prozent der über 55-Jährigen sind für entsprechende Angebote offen. Allerdings würde sich die ältere Generation bei gesundheitlichen Problemen sofort an einen Arzt wenden (59 Prozent), während zum Beispiel 43 Prozent der 25- bis 34-Jährigen das Internet als erste Informationsquelle nennen. In der Gänze zeigt sich jedoch: Jeder zweite Befragte würde telemedizinische Angebote per Telefon, Chat oder Videochat nutzen.
Quelle: Nürnberger

Ein wesentlicher Grund dafür liegt laut Umfrage in den häufigen Hindernissen bei regulären Arztbesuchen. Altersgruppen übergreifend nennen 45 Prozent der Befragten lange Wartezeiten, gefolgt von Öffnungszeiten, die sich schwer mit der Arbeit vereinbaren lassen (24 Prozent). Um die Ansteckungsgefahr im Wartezimmer sorgen sich 22 Prozent. Die telemedizinische Behandlung selbst wird indes als unproblematisch eingestuft: Auf die Frage nach Risiken gaben 23 Prozent die Gefahr von Fehldiagnosen an. Das Thema Datensicherheit beschäftigt eher wenige - nur sieben Prozent äußerten Bedenken bezüglich Datenschutz oder Datendiebstahl. Insgesamt würden 76 Prozent der Telemedizin-Befürworter in der Allgemeinmedizin von den neuen Behandlungswegen Gebrauch machen. Bei den Fachrichtungen lagen Psychologie und Psychiatrie auf Platz eins - immerhin 32 Prozent sehen telemedizinische Behandlungen hier als denkbare Alternative.

 

"Die Telemedizin kann einen Beitrag leisten, den Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems wie Ärztemangel zu begegnen. Uns eröffnet sie neue Möglichkeiten, um auf die Bedürfnisse unserer Versicherten einzugehen und ihnen eine barrierefreie medizinische Versorgung zu bieten. Die Umfrage macht deutlich, dass die Bevölkerung Telemedizin annimmt und sie sich Schritt für Schritt in der Gesellschaft etabliert", kommentiert Christian Barton, Vorstand der Nürnberger Krankenversicherung (NKV).

Nürnberger · Telemedizin
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