Quelle: Dr. Klein
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Baufi-Geschäft: "In jedem Versicherungsbestand schlummert ein erheblicher Anteil an Kunden mit einer Bestandsimmobilie"

Von Elke PohlTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Baufinanzierungen gibt es nicht von der Stange, sagt Michael Neumann. Selbst vermeintlich einfache Anforderungen unterscheiden sich häufig im Detail von einer auf den ersten Blick vergleichbaren Finanzierungssituation. Vermittler hätten den großen Vorteil, dass sie nicht auf das Produktportfolio des eigenen Instituts beschränkt seien, erklärt der Vorstand von Dr. Klein im Interview mit VWheute. „Je größer die Auswahl an Finanzierungslösungen ist, umso passender ist die individuelle Lösung für den Kunden.“

Welche Voraussetzungen sind nötig, um erfolgreich ins Baufi-Geschäft einsteigen zu können?

Als Vermittler oder Tippgeber braucht es ein gutes Netzwerk – am besten vor Ort – und zuverlässige Partner – sowohl in Bezug auf die Kundenakquise als auch bei der Abwicklung. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch schlanke und professionelle Prozesse sowie Strukturen, die alle Datenschutzanforderungen berücksichtigen. Dr. Klein bietet Tippgebern hierfür zum Beispiel einfache Überleitungstools, mit denen Daten DSGVO-konform direkt im System des Baufinanzierungsberaters landen.

 

Welche Möglichkeiten bietet die Tätigkeit als Tippgeber für Baufinanzierungen?

Der unmittelbare monetäre Verdienst für die einzelne Überleitung ist durchaus attraktiv, vor allem wenn man den minimalen eigenen Aufwand gegenüberstellt. Ganzheitlich betrachtet tragen erfolgreiche Vermittlungen – und damit zufriedene Kunden – zu einem steigenden Unternehmenserfolg bei. Tippgeber mit zuverlässigen Partnern profitieren davon, dass sich der Kunde umfassend betreut fühlt und die Baufinanzierung professionell und zügig vonstattengeht. Gerade bei Beratungen vor Ort ist die persönliche Erfahrung entscheidend. Und wer zufrieden ist, empfiehlt seinen Makler gerne weiter.

 

Wie kommen Versicherungsvermittler ansonsten an kauf- bzw. finanzierungswillige Kunden?

In jedem Versicherungsbestand schlummert ein erheblicher Anteil an Kunden mit einer Bestandsimmobilie. Hier besteht hohes Potential beim Thema Anschlussfinanzierung. Auch kaufwillige Kunden lassen sich über eine geschickte Ansprache im Kundenbestand aktivieren.

 

Wird die Digitalisierung die Beratung zu Baukrediten überflüssig machen?

Bei einfachen Ratenkrediten ist eine rein digitale Abwicklung auf eigene Faust eine realistische Perspektive für einen signifikanten Teil der Kunden. Baufinanzierungen dagegen sind komplex und es gibt viele Punkte, die berücksichtigt werden müssen. Ich sehe nicht, dass Berater in diesem Bereich komplett durch Technologien ersetzt werden. Die Digitalisierung wird aber immer stärker zur Prozessunterstützung beitragen und Prozesse beschleunigen. Die schnellere und sichere Verarbeitung von Daten und Informationen trägt erheblich dazu bei, dass sich die Berater auf ihre Kernkompetenz konzentrieren können: die persönliche Beratung.

Baufinanzierung · Dr. Klein · Michael Neumann · Versicherungsvermittler
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