Bilanzpressekonferenz 2018: Oliver Bäte im Gespräch mit Allianz-Pressechefin Sabia Schwarzer.
Bilanzpressekonferenz 2018: Oliver Bäte im Gespräch mit Allianz-Pressechefin Sabia Schwarzer.Quelle: Allianz
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Oliver Bäte versucht Understatement

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Allianz-Chef stellt eine vorsichtige Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Gleichzeitig hält der Manager fest am Gewinnziel von jährlich fünf Prozent fest. Was er dagegen unbedingt vermeiden will ist eine Gewinnwarnung aufgrund von Kapitalmarktverwerfungen. Man bleibe bei Prognosen vorsichtig. Ähnlich sieht es bei potenziellen Investoren aus.

"Jetzt sagen die Leute, die Allianz erwartet kein Gewinnwachstum. Das stimmt aber nicht. Ich erinnere Sie daran, dass wir im vergangenen November gesagt haben, dass wir jedes Jahr um mehr als fünf Prozent beim Gewinn zulegen wollen, davon vier Prozent organisch, also ohne Zukäufe. Dazu stehen wir natürlich", erklärt Bäte im Interview mit dem Handelsblatt.

 

„Ich würden Ihnen raten, bei diesen Prognosen vorsichtig zu sein, weil diese rechtlich besondere Bedeutung haben. Das Letzte, was wir wollen, ist schließlich, wegen einer Kapitalmarktverwerfung mit einer Gewinnwarnung rausgehen zu müssen. Deshalb bleiben wir sehr konservativ. Aber Sie können davon ausgehen, dass dieser Konservatismus auf soliden Füßen ruht.“

 

Bei potenziellen Allianz-Investoren bleibt der Vorstandsvorsitzende seiner Linie treu. Interessenten könnten gerne Aktien erwerben, Sonderdeals indes werden nicht gemacht. "Wir haben ja bereits große chinesische Investoren. Der Staatsfonds China Investment Cooperation ist beispielsweise ein wichtiger Investor - und über den freuen wir uns sehr", sagt Bäte gegenüber dem Handelsblatt.


"Bei einem einzelnen Großaktionär bin ich mir nicht sicher. Ich würde eine Gruppe von Aktionären bevorzugen, die dauerhaft im Unternehmen investiert bleibt. Das hat sich aber leider in der Vergangenheit nicht als nachhaltig herausgestellt – und ist, glaube ich, auch nicht wirklich notwendig.“

 

Mit Blick auf die Strategie "Einfachheit gewinnt" erkennt der Manager erste Fortschritte - "auch wenn sie nicht immer so groß ausfallen, wie wir das gerne hätten." Zumindest die Strategiepräsentation war in diesem Jahr nur halb so dick wie im vergangenen. Hauptsache es hilft.

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