Marcel Canales, Mitglied der Geschäftsleitung von Blau Direkt
Marcel Canales, Mitglied der Geschäftsleitung von Blau DirektQuelle: Blau Direkt
Märkte & Vertrieb

Blau Direkt: Datenschutz-Risiko durch Brexit kann für Makler teuer werden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der EU-Austritt Grroßbritanniens könnte nach Ansicht von Blau Direkt für die Makler besonders riskant werden - insbesondere wenn es durch den Brexit zu Datenschutzverstößen kommt. "Vor allem technische Dienstleistungen sind heute europaweit eng verknüpft. Aus Großbritannien kommen einige der wichtigsten Apps oder Clouddienste. Auch einige größere Maklerverwaltungsprogramm-Hersteller pflegen enge Verbindungen nach Großbritannien. Alle dieser Anbieter tauschen und speichern Daten. Das ist nach einem ungeregelten Brexit allerdings nicht mehr zulässig. Für die daraus entstehenden Datenschutzverstöße seien Makler als gewerbliche Dienstleister verantwortlich und müssten mit hohen Strafen rechnen", warnt Marcel Canales, Mitglied der Geschäftsleitung von Blau Direkt.
Demnach seien Datenspeicherungen außerhalb der EU oder eine Datenübermittlung nur dann zulässig, wenn nach §45 DSGVO ein Angemessenheitsbeschluss durch die Europäische Kommission gefasst oder eine sonstige Vereinbarung auf Länderebene getroffen wurden. So gebe es solche Vereinbarungen zwar beispielsweise mit Ländern wie Neuseeland, Kanada, Uruguay oder der Schweiz. Für Großbritannien gebe es hingegen als Noch-EU-Land noch keinerlei Beschluss, konstatiert der Manager von Blau Direkt weiter. Zwar sehe §49 der DSGVO weitere Ausnahmen vor, diese dürften jedoch in den meisten Fällen nicht greifen und bedürften zudem die schriftliche Zustimmung betroffener Kunden, Mitarbeiter und Handelspartner vor.
Aber dennoch: "Wir raten Maklern dringend dazu, vor allem ihre technischen Dienste-Anbieter zu überprüfen, ob diese ihren Sitz in Großbritannien haben. Leider ist das nicht immer leicht festzustellen. Die Dienstleister wissen um die Sensibilität des Themas und stellen oft einen deutschen Sitz heraus", warnt Canales. Allerdings sei dies nicht entscheidend, ergänzt der Experte. Vielmehr müsse sichergestellt sein, dass keine Daten auf britischen Servern liegen.
Brexit · Marcel Canales · Blau Direkt
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