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SV zieht Bilanz: Gebäudeversicherer knackt erstmalig 50 Millionen-Marke 

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die SV Sparkassenversicherung ist mit dem Geschäftsjahr zufrieden. Die Lebensversicherung laufe sehr gut in der Altersvorsorge gegen laufenden Beitrag, verzeichne aber einen Rückgang der Einmalbeiträge, sagt der Vorstandsvorsitzende Andreas Jahn. In der Summe führt dies auf Konzernebene zu um 3,2 Prozent verringerten Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft auf 3,13 Mrd. Euro. Für 2019 erwartet der Konzernchef ein weiteres kontinuierliches Wachstum in der Schaden- und Unfallversicherung und eine sehr gute Entwicklung in der betrieblichen Altersversorgung.

Die SV will sich zudem mit der Digitalisierung beschäftigen. "Die Digitalisierung ist kein Selbstzweck," so Jahn, "alles, was wir tun, muss zu den Bedürfnissen unserer Kunden passen."

 

Das Jahresergebnis des Gebäudeversicherers wird erstmalig über der 50 Millionen-Marke erwartet. "Das ist das bisher beste Ergebnis der SV Gebäudeversicherung", berichtet Jahn. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen im selbst abgeschlossenen Geschäft nach vorläufigen Zahlen um 3,1 Prozent auf 1,56 Mrd. Euro (1,51). Das Neugeschäft nach Bestandsbeitrag stieg um 2,1 Prozent auf 100,2 Mrd. Euro (98,2). Besonders gut lief das Geschäft in den privaten und gewerblichen Sachversicherungen sowie in der Kraftfahrtversicherung.

 

Im Kraftfahrtgeschäft machen sich laut SV Tarifverbesserungen im Bestandswachstum und auf der Ertragsseite positiv bemerkbar. Das Neugeschäft nach Bestandsbeitrag stieg um 5,8 Prozent auf 51,8 Mrd. Euro (48,9). Besonders gut lief das Geschäft bei den Privatkunden. Das Beitragsvolumen bei den Kraftfahrtversicherungen stieg insgesamt um 3,8 Prozent auf 260,5 Mio. Euro (250,9). Die Schaden-Kostenquote in Kraftfahrt beträgt 98,7 Prozent (99,6) und liegt damit das fünfte Jahr in Folge unter der 100-Prozentmarke.

 

24.000 Schäden an Gebäuden

2018 zählt deutschlandweit zu einem der schwersten Sturmjahre der vergangenen 20 Jahre. Die SV beziffert die Unwetterschäden des Jahres 2018 auf insgesamt 176,7 Mio Euro, im Vorjahr waren es nur 95,8 Mio Euro. Sturmtief "Burglind" verursachte am 3. Januar 2018 rund 13.000 Schäden mit einem Schadenvolumen in Höhe von 22 Mio. Euro.

 

Am 18. Januar 2018 zog Orkan "Friederike" über Deutschland hinweg und hinterließ, genau am elften Jahrestag von "Kyrill", Schäden von rund einer Milliarde Euro. Die Schadenbilanz bei der SV: "Friederike" führte zu 24.000 Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen in Höhe von 36 Mio. Euro.  

 

Die steigende Anzahl an Unwetterschäden und Großschäden erhöhte die Ausgaben auf der Schadenseite im selbst abgeschlossenen Geschäft im Vergleich zum Vorjahr um 15,6 Prozent auf 1.207,9 Mio. Euro (1.044,6). Die bilanzielle Schaden-Kostenquote stieg in den Schaden-Unfallversicherungen auf 91,2 Prozent (82,7), liegt damit aber deutlich unter der der Branche mit voraussichtlich 96 Prozent. Insgesamt wurden über 317.000 Schäden reguliert.

 

Die gebuchten Bruttobeiträge in der Lebensversicherung sanken um 8,7 Prozent auf 1,57 Mrd. Euro (1,72). Dies lag fast ausschließlich am Rückgang des stark schwankenden Geschäfts gegen Einmalbeiträge. Diese gingen auf 592,0 Mio. Euro (739,4) zurück. Die laufenden Beiträge blieben mit 980,8 Mio. Euro (983,4) auf dem sehr guten Vorjahresniveau.

 

Dank des ausgewogenen Mixes ihrer Kapitalanlagen erwartet die SV für 2018 ein gutes Kapitalanlageergebnis. Die SV Lebensversicherung weist eine Nettoverzinsung von 2,6 Prozent (4,2) aus. Hintergrund ist, dass das Bundesfinanzministerium die Berechnungsmethodik für die Zinszusatzreserve änderte.

 

"2018 konnten wir  weitestgehend auf die Auflösung von Bewertungsreserven verzichten, was zu einer Normalisierung und Verstetigung unserer Verzinsung führt. Dies hat einen positiven Einfluss auf die zukünftig zu erwartenden Kapitalerträge", sagt Jahn.

SV SparkassenVersicherung
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