Uniqa-Tower in Wien
Uniqa-Tower in WienQuelle: Uniqa
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Uniqa will überschüssiges Kapital in Zukäufe investieren

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Uniqa hat anscheinend etwas zu viel Geld: Rund 700 bis 800 Mio. Euro will die österreichische Versicherungsgruppe bis 2020 in Zukäufe investieren. Ein klassischer Versicherer "mit einer Prämie mit 100 Mio. Euro" sei "nicht sinnvoll", betonte Vorstandschef Andreas Brandstetter bei der Präsentation für die Geschäftszahlen 2018. Auch neue Märkte wolle man nicht erschließen.
Vielmehr scheint die Uniqa hingegen in ein Investment in ein Insurtech oder ein Fintech zu denken. "Es gibt auch spannende Agenturplattformen, neue Vertriebskanäle, in denen die Uniqa nicht tätig ist. Vielleicht setzen wir auf neue Branchen, auf Fintechs. Derzeit kommen wir nicht vom Fleck", betont Brandstetter weiter. Allerdings will der Versicherungskonzern nicht über die bestehenden Kernmärkte Österreich und CEE hinausdenken. Am Standort London will die Uniqa - und zwar unabhängig - vom Brexit festhalten. Neben Liechtenstein, Köln, Zürich und Wien unterhält der österreichische Versicherer ebenfalls ein Büro, wo die konzerneigene Kunstversicherung mit Vermögenswerten von 35 Mrd. Euro vertreten ist. "Egal in welcher Form der Brexit kommt, der Markt ist für uns höchst interessant", glaubt Brandstetter.
Insgesamt kann die Uniqua mit dem Jahresgeschäft 2018 wohl recht zufrieden sein. So stiegen die Prämieneinnahmen inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung leicht um 0,3 Prozent auf 5.309,5 Mio. Euro (2017: 5.293,3 Mio. Euro). Den stärksten Anstieg verzeichnete die Uniqa durch deutliche Zugewinne sowohl in Österreich als auch in CEE um 5,1 Prozent auf 2.774,4 Mio. Euro (2017: 2.639,7 Mio. Euro). In der Krankenversicherung stiegen die verrechneten Prämien um 4,3 Prozent auf 1.086,4 Mio. Euro (2017: 1.042,0 Mio. Euro). In der Lebensversicherung gingen die Prämieneinnahmen um 10,1 Prozent auf 1.448,6 Mio. Euro (2017: 1.611,6 Mio. Euro) zurück. Die Schaden-Kostenquote ging auch dank geringer Aufwendungen für Unwetterschäden auf 96,8 Prozent (2017: 97,5 Prozent) zurück.
Uniqa
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