Axa-Vorstandschef Thomas Buberls
Axa-Vorstandschef Thomas BuberlsQuelle: WEF
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Übernahme von XL Catlin verhagelt Axa den Gewinn

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der französische Axa-Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 nur mit einer mäßigen Performance geglänzt. Vor allem die Übernahme des US-Industrieversicherers hat dem Versicherer allenfalls mittelprächtige Zahlen beschert. Demnach stieg der Umsatz zwar um vier Prozent auf 102,9 Mrd. Euro. Der Gewinn ist hingegen um zwei Drittel auf 2,140 Mrd. Euro (VJ: 6,209 Mrd.) eingebrochen.
Vor allem die Übernahme des US-Industrieversicherers XL Catlin hat deutliche Spuren in der Jahresbilanz hinterlassen. So stieg die Verschuldungsquote im Jahr 2018 deutlich von 25 auf 31 Prozent. Und dennoch: Bis Ende 2020 soll diese nach Aussage von Finanzchef Gérald Harlin wieder auf einen Wert zwischen 25 und 28 Prozent zurückgefahren werden. "2018 war ein strukturierendes Jahr, 2019 sind unsere Prioritäten die Integration von XL und die Verringerung unserer Verschuldung. Wir machen nichts anderes", betonte auch Axa-Chef Buberl. Soll heißen: weitere Zukäufe oder ein Aktienrückkaufprogramm scheinen beim französischen Versicherer derzeit nicht auf der Tagesordnung zu stehen.

Darüber hinterließen auch die Naturkatastrophen des vergangenen Jahres ihre Spuren in den Axa-Bilanzen. So musste XL Catlin vor allem für die Folgeschäden der verheerenden Waldbrände in Kalifornien und Hurrikan "Michael" in Florida einstehen. Die Schaden-Kostenquuote stieg daher von 96,2 auf 97,0 Prozent. Ohne die Übernahme des US-Versicherers wäre diese indes deutlich geringer ausgefallen. Handlungsbedarf sieht Buberl angesichts der Tendenzen aus dem Klimawandel derzeit zwar noch nicht: "Das bedeutet aber nicht, dass wir unser Business verringern, sondern wir würden es verändern". Die Aktionäre wird es indes dennoch freuen: Deren Dividende soll um sechs Prozent auf 1,34 Euro je Aktie steigen.

So scheint der Konzern die beiden vergangenen Jahre lediglich als Ausreißer zu sehen. 
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