Quelle: GDV
Köpfe & Positionen

Bemerkenswerte Worte von der GDV-Spitze an den Journalismus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In seiner wöchentlichen Kolumne schreibt Jörg von Fürstenwerth über den rasanten Wandel in der Medienwelt und die Folgen tiefer Schnitte in den Redaktionen namhafter Verlage. Der Vorsitzende der GDV-Geschäftsführung scheint die gegenwärtige Situation zu bedauern. "Unternehmen und Verbänden kommen Gesprächspartner abhanden - und den Medien als Folge des Spardrucks die Kompetenz." Nun müsse man sich der Lage stellen.

"Unsere Jahres-Pressekonferenz war gut besucht, es haben sogar deutlich mehr Medien über die Veranstaltung berichtet als im Jahr zuvor: Über Print, Online, Social Media und TV/Hörfunk konnten wir ein Plus von immerhin rund 20 Prozent verbuchen", schreibt von Fürstenwerth. "Dennoch merken auch wir, dass Redaktionen spärlicher besetzt sind, zum Teil nicht mehr auf der Gästeliste stehen und sich - nachvollziehbar - wegen Zeitmangels entschuldigen."

 

Hier drohe ein Teufelskreis: Unternehmen und Verbänden kämen Gesprächspartner abhanden - und den Medien als Folge des Spardrucks die Kompetenz. "Meinung und Analyse wird von immer weniger Menschen gemacht. Oder aber: Stimmung von ganz vielen, oft ungefiltert in den sozialen Netzwerken. Welche Folgen das für die Gesellschaft und die politische Ordnung hat, darüber muss intensiv gesprochen werden, ich halte das für eine der großen Herausforderungen unserer Zeit."

 

Es mache allerdings keinen Sinn, über diese Veränderung zu lamentieren. "Wir müssen uns dem stellen. Das bedeutet auch für unsere Branche: Wir bemühen uns mehr denn je um den persönlichen Draht zu Journalisten und Multiplikatoren. Gleichzeitig müssen wir aber auch dort präsent sein, wo unsere Ansprechpartner miteinander kommunizieren. Heißt, wir sind auf möglichst vielen qualifizierten Kanälen unterwegs, um unsere Ansichten auch in sozialen Netzwerken laut werden lassen."

Jörg von Fürstenwerth · GDV
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