Ulrich Leitermann
Ulrich LeitermannQuelle: sgk
Unternehmen & Management

Signal-Iduna: Leitermann animiert Mitarbeiter zu kreativem Denken

Von Susanne Görsdorf-KegelTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Mit dem Thema Digitalisierung muss man frühzeitig beginnen - wer heute erst damit anfängt, ist zu spät dran", stellte Ulrich Leitermann, Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna bei einem Pressegespräch in Hamburg fest. Man dürfe keine isolierte Digitalisierungsstrategie fahren, sondern diese müsse in die Unternehmensstrategie eingebunden werden.

Leitermann und sein Unternehmen haben diese Erkenntnisse beherzt. Seit 2014, als das "Zukunftsprogramm 2018" erstmals vorgestellt wurde, sind die Digitalisierung und ihre Auswirkungen ein wichtiger Bestandteil der unternehmenspolitischen Entscheidungen und bestimmen auch das im letzten Jahr gestartete Programm "Vision 2023". Es wurde durch eine Befragung untermauert, bei dem die Angesprochenen definieren sollten, was sie unter Lebensqualität verstehen. Danach ist für 85 Prozent "gesund bleiben" am wichtigsten, gefolgt von finanzieller Absicherung und Altersvorsorge sowie "mehr Freizeit".

 

Als strategische Handlungsfelder hat die Signal Iduna folgende Ziele abgeleitet: "Mehr Fokus", also eine noch stärkere Konzentration auf die Zielgruppen; „mehr Nutzen“ in Form von besseren Serviceleistungen, "mehr neues", also nicht nur Versicherungsprodukte, sondern auch andere Services bieten, und "mehr wir", indem die Mitarbeiter bei den Veränderungen mitgenommen werden.

 

Um kennenzulernen, wie junge Menschen ticken, die nicht in einem etablierten Unternehmen wie der Signal Iduna beruflich sozialisiert wurden, wird den Mitarbeitern angeboten, im Rahmen ihrer Fortbildung in der Start-up-Plattform "open studios" in Berlin mit jungen Kreativen zusammenzuarbeiten, die ganz andere Vorstellungen von den Anforderungen an die Arbeitswelt haben. Bisher hätten, so Leitermann, rund 1.000 Mitarbeiter dort schon mindestens einen Tag gearbeitet, weitere Kreativräume in den Hauptverwaltungen in Dortmund und Hamburg sollen folgen.

 

Aber auch die ganz konventionellen Geschäftsergebnisse sind wichtig. Hier zeigte sich Leitermann "insgesamt zufrieden" mit dem ersten Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018. Dazu trug insbesondere die Krankenversicherung, mit fast 50 Prozent der Beitragseinnahmen die größte Sparte des Unternehmens, bei.

 

Sie verzeichnete 5.600 Neukunden in der Vollversicherung und ein Beitragswachstum von 1,5 Prozent, bei Beitragsanpassungen von durchschnittlich zwei Prozent im Jahr 2018 bzw. 0,9 Prozent zum 1. Januar 2019. Die detaillierten Geschäftsergebnisse werden auf der Bilanzpressekonferenz vorgestellt.

Signa Iduna · Ulrich Leitermann
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