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Unternehmen & Management

Munich Re plant wohl Verkauf von India Insurance Anteilen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der indische Versicherungsmarkt zählt mittlerweile zu den lukrativsten weltweit. Bereits 2016 gab die Munich Re bekannt, sich stärker auf dem Subkontinent engagieren zu wollen. Nun scheinen diese Bemühungen einen Dämpfer zu erhalten. Laut einem Bericht der Welt erwägt ein Partner des Rückversicherers nun den Verkauf von India Insurance Anteilen. Auch die Munich-Re will wohl ihre Anteile verkaufen.
Demnach will die Gründerfamilie der indischen Apollo Hospitals Enterprise Ltd. ihre Anteile an einem Versicherungs-Joint-Venture mit Munich Re AG zu verkaufen, um Schulden abzubauen, heißt es in einem Bericht unter Berufung auf "unterrichtete Kreise". Demnach sollen in den kommenden sechs Monaten alle Anteile in Höhe von 41 Prozent an Apollo Munich Health Insurance Co. für rund zwölf Milliarden Rupien (150 Mio. Euro) verkauft werden. Allerdings habe die Familie um Anonymität gebeten, da die Gespräche vertraulich sind. Der Erlös soll laut Bericht in die Rückzahlung eines Teils der Schulden fließen, bei denen die Aktien von Apollo Hospitals als Sicherheit verwendet wurden.
Investoren sehen das Geschäftsgebahren laut Bericht indes mit Argwohn. So lasten auf den Aktien von Apollo, Indiens größtem Krankenhausbetreiber, derzeit Schulden in Höhe von 3,4 Mrd. Rupien. Dabei verzeichnete das Unternehmen bereits Anfang der Woche den größten Kursrutsch seit sieben Jahren, nachdem die Gründer weitere Aktien verpfändeten, um Geld zur Rückzahlung von Verbindlichkeiten zu einzusammeln. "Wir sind uns der jüngsten Erhöhung unseres Verpfändungsniveaus bewusst. Wir haben klare Pläne, diese in den nächsten sechs Monaten um mindestens 50 Prozent zu reduzieren", wird die Geschäftsführerin von Apollo, Suneeta Reddy, zitiert. Allerdings plane auch die Munich Re den Verkauf ihrer Beteiligung am Joint Venture. Berichten zufolge sei der Rückversicherer mit HDFC Ergo General Insurance Co. im Gespräch.
Die Munich Re wollte "Marktgerüchte" auf Anfrage von VWheute nicht kommentieren.
Indien · Munich Re · Joint-Venture · Rückversicherer
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