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Politik & Regulierung

Prozess um Schwabinger Fliegerbombe: Axa handelt Vergleich aus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Prozess um die misslungene Sprengung einer Fliegerbombe in Schwabing im Jahr 2012 ist zu Ende. Wie die Axa Deutschland auf Anfrage von VWheute mitteilt, habe man sich mit den Prozessbeteiligten auf einen Vergleich geeinigt. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt. Damit sei der Fall für die Axa abgeschlossen, betont eine Sprecherin des Unternehmens.
Zum Hintergrund: Im August 2012 war im Münchener Stadtteil Schwabing eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe entdeckt worden. Da die Experten eine Bergung als zu riskant ansahen, sollte das Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt werden. Allerdings fingen dabei drei Gewerbebetriebe in der Nachbarschaft Feuer. Eine Boutique brannte inklusive Sortiment vollständig aus, die Flammen verzehrten den Konzertflügel eines Musikverlages, auch ein Bubble-Tea-Laden nahm Schaden: Ein Kumulschaden von genau 410.565,76 Euro plus Zinsen für die Axa, denn alle drei Betriebe waren ihre Kunden.
Nach der Regulierung verlangte die Axa das Geld von der Stadt München zurück. Der Versicherer begründete seine Klage damit, dass die Sprengung "grob fehlerhaft durchgeführt worden" sei. So habe es unter anderem nicht dem Stand der Technik entsprochen, Strohballen statt die üblichen Wasser- oder Sandsäcke zur Dämmung zu verwenden, kritisiert die Axa. Zudem müsse die Stadt München für die Kollateralschäden haften, da sie für die öffentliche Sicherheit verantwortlich sei.
Die Richter des Münchener Landgerichts wiesen die Forderung des Versicherers indes zurück mit der Begründung, die Stadt sei der falsche Adressat für mögliche Schadensersatzforderungen. Zudem sei Sache des Freistaats, denn dieser sei zuständig für die Kampfmittelräumung, er suche eine fachkundige Firma aus und nehme diese unter Vertrag. Die Stadt habe in der konkreten Situation keine Befehlsgewalt, keine Einwirkungsmöglichkeit auf die Räumfirma gehabt, berichtet die SZ.
Axa Deutschland · Fliegerbombe Schwabing
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