Staatssekretär Gerd Billlen, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)
Staatssekretär Gerd Billlen, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)Quelle: Staatssekretär Gerd Billlen  Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)
Politik & Regulierung

Vergleichsportale erneut schwer in der Kritik

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Erneut stehen Check 24 und Co. im Kreuzfeuer der Kritik. Nach der Pleite des bayerischen Billigstromanbieters BEV sind rund 500.00 Menschen betroffen. Jetzt soll geprüft werden, in wie weit Vergleichsportale für die Wahl eines Anbieters (mit-) verantwortlich sind und wie objektiv ihre Empfehlungen sind, auch im Bereich Versicherung.

Klaus Müller, Vorstand beim Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV). fordert in der SZ eine "eine spezielle Haftung für Internet-Vergleichsportale". Er will eine Klarstellung bei folgenden Fragen erreichen

 

  • Welche Informationspflichten haben die Portale?
  • Wie kommen due Ranking zustande, in denen Produkte und Dienstleistungen empfohlen werden
  • Wie umfassend ist der gelieferte Marktüberblick,

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) möchte kein neues Gesetz. Allerdings lässt Staatssekretär Gerd Billlen offen, "ob die Bundesnetzagentur in ihrer Aufsichtsfunktion gestärkt werden kann". Die Netzagentur könnte die Praktiken der Vergleichsportale künftig gründlicher ins Visier nehmen.

 

Der aufmerksame Leser wird sich fragen, was eigentlich aus der Prüfung des Bundeskartellamtes geworden ist. Das Amt hatte im Oktober 2017 mitgeteilt, dass der der "gesamte Wirtschaftszweig Vergleichsportale" überprüfen werde, speziell was Objektivität und Zuverlässigkeit betreffe - auch der Bereich Versicherung war betroffen.

 

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, sagte damals: "Bislang werden Probleme mit Vergleichsportalen vor allem im Wege einzelner privatrechtlicher Gerichtsverfahren verfolgt. Hinweise von Verbands- und Verbraucherseite legen nahe, dass wir uns nun grundlegend mit dem Thema befassen. Wir ermitteln nicht gegen bestimmte Unternehmen, sondern schauen uns diesen Wirtschaftszweig insgesamt an, um etwaige verbotene Verhaltensweisen anhand einer umfassenden Sachverhaltsaufklärung identifizieren zu können."

 

Offenbar hat sich seitdem wenig verändert, wobei die Frage erlaubt sein muss, in wie weit ein Vergleichsportal dafür verantwortlich gemacht werden kann, wenn ein Unternehmen Konkurs geht.

 

Es ist nicht das erste Mal, dass die Portale in der Kritik stehen, wer könnte den gerichtlichen Streit vergessen, den der BVK mit Check 24 führte, weil das Portal seinen Beratungspflichten nicht nachkam.

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