Konzernsitz der Mapfre
Konzernsitz der MapfreQuelle: Rolf Engelhardt
Unternehmen & Management

Mapfre muss starken Gewinnrückgang hinnehmen

Von Rolf EngelhardtTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Gewinn der Mapfre-Gruppe ist in 2018 markant um 24,5 Prozent gesunken. Entscheidend waren vor allem teilweise Wertminderungen auf Goodwill in verschiedenen Ländern, Wechselkurseffekte und Katastrophenschäden. Beim Prämienvolumen steht ein Rückgang um vier Prozent zu Buche. Der wichtige Kernmarkt Lateinamerika musste dabei besonders stark Federn lassen. Der spanische Heimatmarkt überrascht dagegen positiv und legt dynamisch zu.

"Das operative Ergebnis der Mapfre ist in 2018 um 0,3 Prozent auf 702 Mio. Euro gestiegen, jedoch haben wir entschieden, Wertminderungen auf Goodwill in Höhe von insgesamt 173 Millionen Euro bei unseren Aktivitäten in den USA, Italien und Indonesien durchzuführen", heißt es von dem Versicherer. Das geschehe mit dem Ziel, sich an neue makroökonomische und sonstige Rahmenbedingungen anzupassen, die das Versicherungsgeschäft in der Zukunft beeinflussen können. Das Gruppenergebnis ist dadurch gegenüber dem Vorjahr um 24,5 Prozent auf 529 Mio. Euro gesunken. 

Das Geschäftsergebnis 2018 wurde durch weitere Faktoren belastet. Die Finanzerträge waren aufgrund des niedrigen Zinsniveaus rückläufig. Eine Belastung von 17 Mio. Euro ist durch negative Wechselkurseffekte entstanden. Im Bereich der Katastrophenschäden haben Hurrikane und Winterstürme in der Rückversicherung mit 97 Mio. Euro zu Buche geschlagen. Von Bedeutung waren darüber hinaus Berichtigungen wegen Hyperinflation bei den Tochtergesellschaften in Argentinien, die sich mit 18 Mio. Euro negativ ausgewirkt haben. Argentinien gilt als hyperinflationäres Land, weil es in den vergangenen drei Jahren eine akkumulierte Inflation von über 100 Prozent aufweist.

Dynamisch gewachsen ist die Mapfre in 2018 nur im spanischen Heimatmarkt. Hier ist das Prämienvolumen um 10,3 Prozent auf 7,5 Mrd. Euro gestiegen. Der Gesamtmarkt konnte im Vergleich dazu nur ein Beitragswachstum von 1,3 Prozent vorweisen. Das Geschäftsvolumen der Mapfre  im wichtigen lateinamerikanischen Markt ist dagegen vor allem wegen der Wechselkurseffekte stark um 14,1 Prozent auf 6,9 Mrd. Euro zurückgegangen. Auch die restlichen internationalen Aktivitäten der Mapfre mussten in 2018 einen Rückgang des Beitragsaufkommens um 4,7 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro ausweisen.

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